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Regensburger Flüchtlingsschiff darf in Malta anlegen | BR24

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Das zermürbende Warten von 49 Flüchtlingen auf zwei deutschen Rettungsschiffen vor der Küste Maltas hat ein Ende: Sie durften nach Wochen des Wartens in Maltas Hauptstadt Valletta an Land.

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Regensburger Flüchtlingsschiff darf in Malta anlegen

Aufatmen bei der Regensburger Flüchtlingshilfsorganisation Sea-Eye: ihr Rettungsschiff mit 17 Migranten an Bord darf in Malta anlegen. Auch dem Berliner Schiff "Sea-Watch 3", mit 32 Flüchtlingen an Bord, wurde eine entsprechende Genehmigung erteilt.

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Die seit Tagen auf dem Mittelmeer ausharrenden Rettungsschiffe deutscher Hilfsorganisationen dürfen in Malta anlegen. Sie haben insgesamt 49 Flüchtlinge an Bord.

Die Geretteten solle jetzt auf acht EU-Mitgliedsstaaten verteilt werden, erklärte der maltesische Premierminister Joseph Muscat bei einer Pressekonferenz.

Das Schiff "Sea-Watch 3" der Berliner Organisation Sea-Watch hatte am 22. Dezember 32 Migranten gerettet. Auf dem Schiff "Professor Albrecht Penck" der Regensburger Organisation Sea-Eye warteten 17 Gerettete seit dem 29. Dezember auf die Anlegegenehmigung.

"Sea Watch 3": "Situation menschlich nicht mehr vertretbar"

Helfer hatten bereits vor Tagen Alarm geschlagen. Am Montag mussten auf der "Professor Albrecht Penck" die Rationen für Mannschaft und Passagiere rationiert werden.

Die Situation sei menschlich nicht mehr vertretbar, sagte die Kinderärztin Stephanie Schüssele heute der "Frankfurter Rundschau". Sie war zuvor an Bord der Berliner "Sea Watch 3" gewesen.

Nun ist die Erleichterung bei den Rettern groß. Es klingt aber auch deutliche Kritik durch: Sea Watch bezeichnete das lange Ausharren-Müssen auf See als "ein Zeugnis staatlichen Versagens".

Muscat verkündet umfassenden Deal

Die Anlegegenehmigung ist laut Muscat Teil eines umfassenderen Deals. 220 von insgesamt 298 Migranten würden nun von Malta auf andere EU-Staaten verteilt oder in ihre Heimatländer zurückgeschickt, erklärte er. Zur Aufnahme hätten sich Deutschland, Frankreich, Portugal, Irland, Rumänien, Luxemburg, die Niederlande und Italien bereiterklärt.

Regensburg will Flüchtlinge aufnehmen

Letzte Woche hatte die Stadt Regensburg bereits angeboten, Flüchtlinge aufzunehmen. Das bayerische Innenministerium weißt aber ausdrücklich darauf hin, dass die Entscheidung über Aufnahme und Verteilung der Flüchtlinge beim Bundesministerium für Migration liegt.