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Rechtsextreme in der Elitetruppe: KSK wird teilweise aufgelöst | BR24

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Nach einer Serie rechtsextremer Vorfälle wird das Kommando Spezialkräfte (KSK) umfassend reformiert. Das hat Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer bekanntgegeben. Eine Kompanie wird aufgelöst, der Rest bekommt Bewährung.

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Rechtsextreme in der Elitetruppe: KSK wird teilweise aufgelöst

Nach einer Serie rechtsextremer Vorfälle wird das Kommando Spezialkräfte (KSK) umfassend reformiert. Das hat Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer bekanntgegeben. Eine Kompanie wird aufgelöst, der Rest bekommt Bewährung.

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Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will die Elitetruppe Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr (KSK) nach rechtsextremistischen Vorfällen zum Teil auflösen. Die zweite Kompanie, in der die Vorfälle stattfanden, werde ersatzlos aufgelöst, sagte die Ministerin der "Süddeutschen Zeitung". Das Kommando Spezialkräfte habe sich "in Teilen verselbstständigt, auch weil es eine toxische Führungskultur einzelner gab - daraus folgt, dass das KSK nicht in seiner jetzigen Verfassung bestehen bleiben kann", sagte sie der Zeitung.

Nach Informationen der "Welt" und der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sind 70 Soldaten von der Teilauflösung betroffen. Der Eliteeinheit soll demnach auch die Oberhoheit über die Ausbildung genommen werden.

48.000 Schuss Munition und 62 Kilogramm Sprengstoff verschwunden

Bis ein Neuanfang erreicht ist, werde die Spezialeinheit der Bundeswehr nicht an internationalen Übungen und Einsätzen teilnehmen. Als "beunruhigend" und "alarmierend" bezeichnete die Ministerin gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" neueste Erkenntnisse, denen zufolge beim KSK 48.000 Schuss Munition und 62 Kilogramm Sprengstoff verschwunden seien.

Nun müsse dringend geklärt werden, ob nur über Jahre hinweg schlampig Buch geführt worden war oder ob im großen Stil Kriegsmaterial entwendet wurde, sagte sie. Kommandeur Markus Kreitmayr, der seit 2018 den Verband führt und die Probleme deutlich angesprochen hat, solle das KSK durch den Reformprozess begleiten. "Die Mauer des Schweigens bricht", sagte Kramp-Karrenbauer.

Erste Bilanz der KSK-Reform Ende Oktober

Ende Oktober solle eine erste Bilanz gezogen werden, kündigte Kramp-Karrenbauer an. Es gehe nun um eine "Bewährungschance", sagte sie der "Süddeutschen Zeitung". Wenn die Angehörigen des KSK "diesen Schuss jetzt nicht gehört haben, wird sich unausweichlich die Frage nach einer Neuordnung des KSK stellen", fügte sie hinzu.

Auslöser für Kramp-Karrenbauers Einschreiten war der Waffenfund auf dem Privatgrundstück eines KSK-Soldaten in Sachsen, der zuvor durch seine rechte Gesinnung aufgefallen war.

Rechtsextremistische Vorfälle beim KSK

Das KSK hat seit 2017 immer wieder mit rechtsextremistischen Vorfällen Schlagzeilen gemacht. Alles begann im April 2017 mit einer Abschiedsparty für einen KSK-Kommandeur, bei der mit Schweineköpfen geworfen, Rechtsrock gespielt und der Hitlergruß gezeigt worden sein soll. Bei einem der Partygäste fand die sächsische Polizei später ein Waffenversteck mit Munition und Sprengstoff.

Im Januar gab der Militärische Abschirmdienst (MAD) bekannt, dass bei der Elitetruppe 20 Soldaten unter Rechtsextremismus-Verdacht stehen. Im Verhältnis zur Truppenstärke war der Anteil zu diesem Zeitpunkt fünf Mal so hoch wie bei der Bundeswehr insgesamt. Im Mai setzte Kramp-Karrenbauer eine Arbeitsgruppe ein, um ein Konzept zur Unterbindung rechtsextremistischer Tendenzen im KSK zu erarbeiten, über das sie jetzt entschieden hat.

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