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Festnahmen im rechten Milieu - Razzia auch in Schwaben | BR24

© dpa-Bildfunk/Christoph Schmidt

"Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof" steht auf einem Schild am Eingang zum Gebäude der Bundesanwaltschaft.

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    Festnahmen im rechten Milieu - Razzia auch in Schwaben

    Die Bundesanwaltschaft hat zwei Männer festnehmen lassen, die eine rechtsextremistische Vereinigung angeführt haben sollen. Es gab Durchsuchungen in mehreren Bundesländern, auch in Bayern. Die Gruppe rief zur Tötung von Juden auf.

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    Die Bundesanwaltschaft hat zwei Männer festnehmen lassen, die eine rechtsextremistische Vereinigung angeführt haben sollen. Die Polizei schlug in Berlin und im niederländischen Heerlen zu. Außerdem wurden Wohnungen weiterer Verdächtiger durchsucht. Razzien gab es in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und im Saarland. Der Einsatz in Bayern fand in Schwaben statt. Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

    "Goyim Partei Deutschland"

    Die Ermittler gehen davon aus, dass die beiden Männer zu den Rädelsführern der kriminellen Vereinigung gehören. Der in Heerlen Festgenommene soll die Vereinigung "Goyim Partei Deutschland" im August 2016 gegründet haben. Die Gruppierung habe zum Ziel gehabt, über eine Internetseite massenhaft und systematisch rechtsextremistisches Gedankengut sowie die nationalsozialistische Weltanschauung zu verbreiten.

    Leugnung des Holocaust

    Auf der Webseite sei der Holocaust geleugnet und Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes verharmlost worden. Auch sei zur Tötung jüdischer Menschen aufgerufen worden. Der zweite Festgenommene habe sich der Gruppe 2018 angeschlossen. Heute soll über eine mögliche Untersuchungshaft entschieden werden. Für den anderen Mann betreibt die Bundesanwaltschaft ein Auslieferungsverfahren.

    Laut Verfassungsschutzbericht 2019 ist die Zahl der rechtsextremistischen Straftaten um fast zehn Prozent gestiegen, die Zahl des rechtsextremistischen Personenpotenzials liegt bei 32.000 – letztes Jahr waren es rund 8.000 weniger.

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