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© dpa-Bildfunk | Peter Dejong
Bildrechte: dpa-Bildfunk | Peter Dejong

Der serbische Ex-General Ratko Mladic in einem Saal des UN-Kriegsverbrechertribunals in Den Haag. Er wurde zu lebenslänglicher Haft verurteilt.

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    Reaktionen auf das Urteil gegen Kriegsverbrecher Ratko Mladic

    Jubel, Beifall bei den Angehörigen der Opfer, als der Vorsitzende Richter des UN-Kriegsverbrechertribunals das Strafmaß verkündete: "Wegen seiner Schuld an den genannten Verbrechen verurteilt die Kammer Herrn Ratko Mladic zu lebenslänglicher Haft."

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    Von
    • Clemens Verenkotte

    Jubel und Beifall brachen bei den Angehörigen der Opfer aus, als der Vorsitzende Richter des UN-Kriegsverbrechertribunals, Alphons Orie, das Strafmaß um 12 Uhr verkündete: „Wegen seiner Schuld an den genannten Verbrechen verurteilt die Kammer Herrn Ratko Mladic zu lebenslänglicher Haft.“ In Sarajevo konnten die Menschen der von 1992 bis 1995 belagerten Stadt auf Großleinwänden die Direkt-Übertragung aus dem Gerichtssaal in Den Haag verfolgen; in Srebrenica machte sich bei der Hinterbliebenen-Vereinigung „Mütter von Srebrenica“ die Anspannung Luft: „Gott, ich liebe Dich“, entfuhr es einer der Mütter, die ihre Männer und Söhne, Brüder, Enkel und Neffen bei dem – wie das Gericht jetzt festgestellt hat – Völkermord von Srebrenica verloren haben.

    Audio dazu anhören: "Mütter von Srebrenica" verfolgten die Urteilsverkündung gemeinsam in Srebrenica.

    „Es ist gut, dass es lebenslänglich ist,“ sagt Hajra Catic von den Müttern von Srebrenica. Das Urteil sein von „symbolischer Bedeutung.“

    Eine weitere Hinterbliebene hält mit ihren Gefühlen nicht hinter dem Berg:

    "Glauben Sie mir, ich kann das nicht ansehen. Ich wünsche aber, dass Gott ihn lange leben lässt, damit er seine Familienmitglieder verliert und sie überlebt, um zu spüren, wie es ist, wenn man alleine, ohne Familie leben muss. Nur das wünsche ich ihm."

    Der Sohn von Ratko Mladic, Darko Mladic, erklärt, das Gericht sei von Anfang an „total parteiisch“ gewesen. „Ich bin nicht überrascht,“ wie der britische Telegraph Darko Mladic zitiert. In der serbischen Teilrepublik Bosnien-Herzegowinas, der Republika Srpska, fühlten sich viele Menschen in ihrer Meinung bestätigt: Es würden nur Serben verurteilt, das UN-Kriegsverbrechertribunal sei alles andere als unparteiisch. (Audio dazu anhören)