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CDU-Bundesparteitag
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Jasper Ruppert
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CDU-Bundesparteitag

Annegret Kramp-Karrenbauer ist zur Nachfolgerin von Angela Merkel als CDU-Chefin gewählt worden. In der Stichwahl setzte sie sich gegen Friedrich Merz durch. Die Reaktionen auf das Votum des CDU-Parteitags fielen unterschiedlich aus.

CSU freut sich auf Zusammenarbeit

Die CSU erklärte, dass sie sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit freue. "Herzlichen Glückwunsch aus Bayern", schrieb Ministerpräsident Markus Söder auf Twitter. "Viel Erfolg im neuen Amt. Freue mich auf eine zukünftige Zusammenarbeit."

Ähnlich äußerte sich Noch-CSU-Chef Horst Seehofer: "Meine herzlichen Glückwünsche zur Wahl zur neuen Vorsitzenden der CDU. Viel Glück und Erfolg im neuen Amt! Auf gute Zusammenarbeit mit der CSU!"

Oppermann glaubt, dass Merkel im Amt bleibt

Vom Koalitionspartner im Bund kamen ebenfalls Glückwünsche. "Sie treten in große Fußstapfen", schrieb SPD-Chefin Andrea Nahles auf Twitter. "Ich biete Ihnen gute Zusammenarbeit an." Zur Wahl von Kramp-Karrenbauer äußerte sich auch Thomas Oppermann: "Damit hat Angela Merkel gute Chancen, für den Rest der Wahlperiode im Amt zu bleiben", so der Bundestagsvizepräsident.

Vom ehemaligen Grünen-Chef Jürgen Trittin gab es dagegen Häme in Richtung von Friedrich Merz und dessen Unterstützer Wolfgang Schäuble: "Und die erneute Lehre für #Schäuble und @_FriedrichMerz: don't mess with Merkel!" Für ihn ist die Wahl von Kramp-Karrenbauer ein Erfolg Merkels.

Verdi-Chef Frank Bsirske begrüßte die Entscheidung des CDU-Parteitags: "Sie hat ein Ohr auch für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land. Und das ist gut", sagte er über Kramp-Karrenbauer.

Weidel: Annegret Kramp-Karrenbauer ist "Merkel 2.0"

Kritik an der Wahl kam von der AfD. Deren Fraktionsvorsitzende Alice Weidel erklärte: "Kramp-Karrenbauer bedeutet: Weiter so! Sie ist Merkel 2.0"

Merz und Spahn kündigen Unterstützung an

Direkt im Anschluss an die Wahl von Kramp-Karrenbauer gratulierten sowohl Merz als auch Jens Spahn auf dem Parteitag. Der Bundesgesundheitsminister sagte über die Regionalkonferenzen in den letzten Wochen: "Es hat echt Spaß gemacht. Ich habe immer gesagt: Ja, ich kandidiere für die Führung des Teams. Aber ich möchte in jedem Fall im Team bleiben." Merz wolle zwar nicht für den Parteivize-Posten oder das Präsidium kandidieren – er kündigte aber an, die Partei weiterhin zu unterstützen.