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Ralph Brinkaus (rechts), Kanzlerin Angela Merkel
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Ralph Brinkaus (rechts), Kanzlerin Angela Merkel

Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Bundestag, Ralph Brinkhaus, hat Diskussionen über eine mögliche Nachfolge von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum jetzigen Zeitpunkt eine Absage erteilt. Im Interview mit der Bayern 2-radioWelt erklärte Brinkhaus, die Stimmung sowohl in der CDU als auch in der Koalition mit der SPD sei nicht schlecht:

"Wir arbeiten vernünftig, wir werden auch diese Woche wieder einige Gesetze zusammen verabschieden, wir kommunizieren viel. Ein Jahr nach Unterzeichnung des Koalitionsvertrags ist der Zustand der Koalition so schlecht nicht - und das ist für einen Westfalen schon ein großes Lob!"

Soll Angela Merkel zurücktreten?

Auch der innerparteilichen Forderung - vor allem des konservativen Flügels der Union - nach einem baldigen Rücktritt der Kanzlerin erteilte Brinkhaus eine Absage:

"Wir haben einen sehr, sehr kleinen Teil, der sich unter dem Deckel der Werteunion versammelt. Da wird dann hin und wieder was rausgehauen. Das ist eine Geschichte, die in einer Volkspartei vorkommt, aber [...] die relevanten Teile in der Union beschäftigen sich mit so was nicht."

Zu den europapolitischen Vorschlägen des französischen Präsidenten Macron meinte Brinkhaus, die Antwort der Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer sei angemessen:

"Ich muss schon sagen, dass es mich wundert, welche Bedeutung den Europaplänen des Präsidenten Macron beigemessen wird. Die Ewartungshaltung als Antwort auf Macron ist schon seltsam. Im Übrigen ist Annegret Kramp-Karrenbauer Parteivorsitzende der CDU und dementsprechend ist es ganz natürlich, dass sie sich europapolitisch äußert!"