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Räumung von Festplatz unsicher: Zirkusleute rechtfertigen sich | BR24

© Stadt Weiden

Die Zirkusleute des Moskauer Zirkus rechtfertigen sich: Eine Räumung des Festplatzes bis Montag sei aus mehreren Gründen nicht möglich.

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    Räumung von Festplatz unsicher: Zirkusleute rechtfertigen sich

    Im Streit um die geplante Räumung des Weidener Festplatzes melden sich jetzt die Zirkusleute zu Wort: Eine Räumung des Festplatzes bis Montag sei unter den aktuellen Umständen aus mehreren Gründen nicht möglich.

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    Ob der Moskauer Zirkus bis Montag den Weidener Festplatz räumen wird, ist nicht sicher. Auf BR-Anfrage gaben die Zirkusleute an, dass sie auf dem Platz festsitzen würden. Eine Räumung zum von der Stadt Weiden anberaumten Zeitraum sei für sie nicht möglich.

    Zirkusleute rechtfertigen sich

    In Weiden dürfen sie aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht spielen. Zu ihrem nächsten Gastspiel in Fulda könnten sie nicht fahren, weil sie kein Geld mehr hätten aufgrund der fehlenden Einnahmen in den vergangenen Wochen. Zudem seien die Tanks der Fahrzeuge leer und der TÜV abgelaufen, sagten sie dem BR.

    Eine von der Stadt zur Verfügung gestellte Mülltonne sei viel zu klein für 70 Leute. Zudem brannte Anfang März auf dem Festplatz ein Wohnwagen komplett aus, auch da hat sich Unrat angesammelt. Bis Montag könnten sie den Platz nicht räumen, sagen die Zirkusleute.

    Vermüllung des Festplatzes macht Räumung notwendig

    Die hygienischen Zustände und die fehlende Kooperationsbereitschaft der Zirkusleute veranlassen die Stadt zu diesem Schritt, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Das Entgegenkommen der Stadt seit ausgenutzt worden, wird Kämmerin Cornelia Taubmann darin zitiert. Eine Verpachtung der Restfläche für andere Betreiber sei derzeit aufgrund der Vermüllung und der hygienischen Zustände nicht zumutbar.

    Zirkus habe Entgegenkommen der Stadt ausgenutzt

    Laut der Kämmerin hat die Stadt dem Zirkus 8.500 Euro Ausfall bezahlt, für den Abtransport der Seelöwen und Tiger gesorgt und die Zirkus-Verantwortlichen unterstützt bei der Antragstellung auf Corona-Soforthilfe und Leistungen des Job-Centers. Für Diesel wurden weitere 1.100 Euro bereitgestellt, so der Stadtsprecher. Landwirte und Bürger aus der Region brachten Futter und andere Spenden, um dem Zirkus zu helfen. Zum Dank sehe das Festgelände jetzt so aus, zeigt sich Kämmerin Taubmann enttäuscht.

    Zum Moskauer Zirkus gehören 70 Personen, die seit Anfang März in ihren Wohnwägen auf dem Festplatz wohnen. Der Zirkus hatte den Festplatz zwischen 12. und 15. März angemietet. Dann kam kurz darauf der erste Corona-Fall in Weiden und Veranstaltungen mussten abgesagt werden.

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