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Queen empfängt US-Präsident Trump zu Staatsbesuch | BR24

© REUTERS / POOL

Donald Trump und Königin Elizabeth II.

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Queen empfängt US-Präsident Trump zu Staatsbesuch

Die britische Königin Elizabeth II. hat US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania zum Auftakt eines dreitägigen Staatsbesuchs im Buckingham-Palast empfangen.

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Das Präsidentenpaar landete mit einem Hubschrauber auf dem Gelände des Palastes in London. Thronfolger Prinz Charles und Herzogin Camilla kamen dem US-Präsidenten und seiner Frau im Garten entgegen und führten sie zur Veranda des Palastes, wo die Königin sie in einem mintfarbenen Kostüm in Empfang nahm. Melania trug ein weißes Kostüm mit Hut, Camilla hatte ebenfalls ein helles Outfit mit Hut gewählt. Begleitet wurde der Empfang von Salutschüssen.

Nach dem Empfang und einem Mittagessen bei der Queen soll das US-Präsidentenpaar einen Kranz am Grabmal des unbekannten Soldaten in der Westminster Abbey niederlegen. Am Nachmittag werden Trump und seine Frau zum Tee bei Thronfolger Charles und dessen Frau Camilla erwartet. Am Abend steht dann ein Staatsbankett im Buckingham-Palast auf dem Programm.

Visite im Zeichen des EU-Ausstiegs

Trump besucht die britische Hauptstadt inmitten der Brexit- und Regierungskrise, politische Gespräche sind jedoch erst für den morgigen Dienstag geplant. Neben Premierministerin Theresa May, die wegen des Scheiterns ihres Brexit-Kurses bald abtreten wird, kommt der US-Präsident möglicherweise auch mit dem früheren britischen Außenminister Boris Johnson und dem Brexit-Hardliner Nigel Farage zusammen.

Empfehlung für die Brexit-Hardliner

In Zeitungsinterviews hatte Trump zuvor seine Kritik am Brexit-Kurs der britischen Regierung erneuert und Mays Nachfolger dazu aufgerufen, die Verhandlungen mit der EU notfalls abzubrechen. "Wenn man keinen fairen Deal bekommt, dann geht man einfach", sagte Trump der "Sunday Times".

Er empfahl der britischen Regierung auch, Farage in die Verhandlungen mit Brüssel einzubeziehen. Dieser habe "eine Menge zu bieten". Am Freitag hatte der US-Präsident bereits Ex-Außenminister Johnson als künftigen Premierminister empfohlen. "Ich glaube, Boris würde eine sehr gute Arbeit machen", sagte Trump.

© BR

Donald Trump in Großbritannien eingetroffen

Verbal-Clinch mit Londons Bürgermeister

Via Twitter legte sich Trump einmal mehr mit Londons Bürgermeister Sadiq Khan an: Trump schrieb in dem Onlinedienst, der Politiker von der oppositionellen Labour-Partei mache einen "furchtbaren Job" und habe sich ihm gegenüber "dummerweise fies" verhalten. Khan sei ein "eiskalter Verlierer, der sich auf die Kriminalität in London konzentrieren sollte, nicht auf mich." In einem zweiten Tweet schrieb Trump, Khan erinnere ihn sehr stark an den "sehr dummen und inkompetenten" New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio.

Trump und Khan waren schon öfter aneinander geraten. Khans Sprecher wies Trumps neuerliche Kritik als beleidigend zurück: Solche "kindischen Beleidigungen" sollten eigentlich "unter der Würde des Präsidenten der Vereinigten Staaten" sein. Khan hatte am Sonntag im Sender Sky News kritisiert, dass Trump in London "der Rote Teppich" ausgerollt werde. Im "Observer" griff er Trump zudem für sein "spaltendes Verhalten" an. Der US-Präsident sei eines der "ungeheuerlichsten Beispiele" für die "wachsende weltweite Gefahr" durch die politische Rechte.

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Autor
  • Rüdiger Hennl
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