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"Q" schweigt, Trump hat verloren: Ist QAnon damit am Ende? | BR24

© pa/dpa/Michael Brochstein

"Q" schweigt, Trump hat verloren: Ist QAnon damit am Ende?

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    "Q" schweigt, Trump hat verloren: Ist QAnon damit am Ende?

    Seit Donald Trump die US-Präsidentenwahl verloren hat, schweigt "Q", der große Unbekannte hinter der QAnon-Bewegung. Bedeutet das das Aus von QAnon oder formiert sich die Bewegung neu? Unterdessen gibt es jetzt zwei QAnon-Anhänger im Kongress.

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    Zufall, oder auch nicht? Seit Donald Trump die Präsidentschaftswahl verloren hat, schweigt "Q". "Q", das ist der große Unbekannte hinter der QAnon-Bewegung, der seit 2017 im Netz zu seinen Anhängern spricht. Und der Trump als letzte Hoffnung im Kampf gegen einen angeblichen Pädophilen-Ring, der die eigentliche Macht im Staate ausübt, verehrt. Doch seit Trumps Niederlage ist es in den USA vollkommen still geworden rund um QAnon. Hat sich die bizarre Verschwörungstheorie nun erledigt? Oder warten ihre Anhänger die Entwicklung ab, um dann ihre nächsten Schritte zu planen?

    Verschwörungsideologie: Trump kämpft gegen Deep State

    "Die mögen mich wohl", hat Donald Trump einmal über die QAnon–Bewegung gesagt. Und das ist, ganz untypisch für Trump, eine Untertreibung. QAnon-Anhänger verehren Trump: Der mysteriöse Internet-Prophet "Q", dessen Identität in den drei Jahren seines Wirkens nie enthüllt wurde, predigt, dass Trumps historische Mission darin besteht, einem satanischen, Baby-fressenden Prostitutionsring den Garaus zu machen.

    Dieser Ring sei der Kern des "Deep States", eines Staates im Staate, einer mächtigen Verschwörung aus Bürokraten, Demokraten, Elitären, Atheisten und vor allem Pädophilen. "Q"-Verehrer wie Jordan Sather aus dem Bundesstaat Washington, glauben, Trump werde die Hintermänner des Rings nach Guantanamo verfrachten.

    Vorwürfe ohne Grundlage in den sozialen Medien

    QAnon-Anhänger haben fest damit gerechnet, dass Trump gestärkt aus dieser Wahl hervorgeht und das Deep State–Komplott anschließend zur Strecke bringt. "Wurden wir alle an der Nase herum geführt?", fragte jetzt ein "Q"-Anhänger im Netz. Seit dem Wahlabend überschlagen sich wildeste Spekulationen darüber, wie der Deep State die Wahl kapern konnte.

    Was Leuten wie Al Schmidt, dem Wahlleiter von Philadelphia, das Leben schwerer macht: Er habe die abgedrehtesten Dinge in den sozialen Medien gesehen, völlig lachhafte Vorwürfe, für die es keinerlei Grundlage gebe, sagte er. Die Urheber der mannigfachen Mär von der gestohlenen Wahl sind längst nicht nur "Q"-Sympathisanten.

    Das überrascht Professor Joe Uscinski, der an der Uni Miami zu QAnon forscht, wenig. Der Glaube an einen Staat im Staate sei weit verbreitet. QAnon würde diese populäre Verschwörungstheorie lediglich anreichern durch die Zusatzelemente Satanismus und Pädophilie.

    QAnon im Kongress angekommen

    Der Wahlausgang hat den "Q"-Anhängern auch Grund für Optimismus beschert: QAnon ist im Kongress angekommen. Die Neu-Parlamentarier Lauren Boebert aus Colorado und Marjorie Taylor Greene aus Georgia sind erklärte Verehrerinnen von "Q". Er sei ein Patriot wie sie selbst, so Taylor Greene in einer inzwischen aus dem Netz gelöschten Videobotschaft.

    Wieso es aber seit dem Wahltag keine "Q drops" mehr gegeben hat - so nennt der große Unbekannte seine Netzanmerkungen - das irritiert QAnon fast noch mehr als Trumps Wahlniederlage.

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