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Pyrotechnik im Stadion: Führerscheinentzug für Hooligans? | BR24

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Droht Fußball-Rowdys bald der Führerscheinverlust, wenn sie Pyrotechnik im Stadion anzünden?

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    Pyrotechnik im Stadion: Führerscheinentzug für Hooligans?

    Wer im Stadion Pyrotechnik abbrennt, soll künftig härter bestraft werden. Darüber beraten ab heute die Innenminister auf ihrer Herbstkonferenz in Lübeck. Ein Vorschlag, der auf dem Tisch liegt: Den Fans ein paar Wochen den Führerschein abzunehmen.

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    Fußball-Rowdys drohen härtere Strafen: Das Abbrennen von Pyrotechnik in Stadien soll künftig auch mit Fahrverboten bestraft werden können. Über diesen Vorschlag diskutieren ab heute die Innenminister von Bund und Ländern bei ihrer Herbstkonferenz in Lübeck.

    "Strafen müssen weh tun, und manchen Möchtegern-Rambo aus dem Fanblock schmerzen ein paar Wochen Fahrverbot sicher mehr als ein paar Euro Geldstrafe." NRW-Innenminister Herbert Reul

    Pyrotechnik im Stadion: Hochstufung von Ordungswidrigkeit zur Straftat

    Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte in der "Rheinischen Post", er wolle einen entsprechenden Vorschlag unterstützen. Nach Informationen der Zeitung unterstreichen die Innenminister laut Beschlussentwurf, dass eine Hochstufung von der Ordungswidrigkeit zur Straftat geeignet sei, "der gesellschaftlichen Missbilligung wie auch der tatsächlichen Gefährlichkeit des Umgangs mit Pyrotechnik Ausdruck zu verleihen".

    Führerscheinentzug ohne Gesetzesänderung möglich?

    Zudem wollen die Innenminister prüfen lassen, ob ein Führerscheinentzug auch ohne Gesetzesänderung möglich ist.

    Zahl der Verletzten durch Pyrotechnik verdreifacht

    Nach der jüngsten Statistik der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze hat sich die Zahl der Verletzten durch Pyrotechnik in den ersten drei Ligen von der Saison 2017/18 zur Saison 2018/19 von 53 auf 152 nahezu verdreifacht. Die Zahl der durch Pyrotechnik verletzten Polizisten stieg von 17 auf 87, die der Unbeteiligten von 32 auf 53 Personen.