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Provisorische Kathedrale aus Holz vor Notre-Dame geplant | BR24

© dpa-Bildfunk/Gigarama.Ru

Provisorische Holzkirche am Vorplatz von Notre-Dame geplant

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    Provisorische Kathedrale aus Holz vor Notre-Dame geplant

    Vor der zerstörten Kathedrale Notre-Dame in Paris könnte vorübergehend eine Kirche aus Holz entstehen. Diese Idee hat der Direktor von Notre-Dame ins Spiel gebracht. Sie solle Gläubige und Touristen über die jahrelange Schließung hinwegtrösten.

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    Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat sich bereits damit einverstanden erklärt, einen Teil des Vorplatzes von Notre-Dame für eine provisorische Kirche zur Verfügung zu stellen - so ein Bericht von "Le Monde". Das Gotteshaus soll bis zum Ende des Wiederaufbaus von Notre-Dame Gläubigen und Touristen Gelegenheit geben zu beten und mit Priestern über die teilweise zerstörte Kathedrale zu sprechen.

    "Notre-Dame ist noch am Leben"

    Die Idee stammt vom Direktor von Notre-Dame, Patrick Chauvet. Dem Sender CNews sagte er am Donnerstag früh, eine Kirche aus Holz solle die jährlich 13 Millionen Besucher willkommen heißen.

    "Ich wünsche mir einen schönen, symbolischen und anziehenden Ort. (...) Das Ziel ist zu zeigen, dass die Kathedrale noch am Leben ist." Patrick Chauvet, Direktor von Notre-Dame

    Ehrung für Einsatzkräfte

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat am Donnerstag hunderte Einsatzkräfte im Elysée-Palast empfangen und den Feuerwehrleuten, Polizisten, Mitarbeitern des Roten Kreuzes und des Zivilschutzes eine Medaille für ihren Mut verliehen. Anschließend

    Am Nachmittag will die Pariser Bürgermeisterin die Feuerwehrleute und andere Einsatzkräfte vor dem Pariser Rathaus ehren. Sie haben am Montag Abend stundenlang gegen die Flammen gekämpft und einen Großteil der Kunstschätze und Reliquien aus der Kirche gerettet.

    Auch heute noch suchen Feuerwehrleute an der Brandstelle nach Glutnestern und überwachen die Statik der stark beschädigten Kathedrale. Weil der abgebrannte Dachstuhl keinen Halt mehr liefert, drohen Teile der Außenfassade instabil zu werden und einzustürzen. Die Bienen auf dem Dach der Kathedrale haben den Brand offenbar unbeschadet überlebt.

    Jahrelange Baustelle

    Der Wiederaufbau von Notre-Dame soll nach dem Willen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron innerhalb von fünf Jahren abgeschlossen sein. Experten bezweifeln jedoch, dass es so schnell gehen wird. Ein Grund: Es gibt keine Baupläne der jahrhundertealten Kirche. In jedem Fall wird es für die Baumeister eine Detektivarbeit werden. Der eingestürzte Vierungsturm der Kathedrale wird wohl ein modernes Gesicht bekommen. Es soll ein internationaler Architektenwettbewerb dafür ausgeschrieben werden.

    Baldige Öffnung von Notre-Dame?

    Möglicherweise wird Notre-Dame schon bald wieder für Besucher geöffnet, so eine Sprecherin der Diözese Paris. Wann das sei, stehe aber noch nicht fest, weil erst die Sicherheit des Bauwerks hergestellt werden müsse.

    Spendenbetrüger aktiv

    Für den Wiederaufbau gibt es schon 145 Millionen Euro an Spenden aus aller Welt. Potentielle Spender sollten sich jedoch vor Betrügern hüten: Laut der Fondation du Patrimoine, die die Spenden sammelt, versuchen Kriminelle bereits in ihrem Namen Spendengelder zu akquirieren. Wer spenden wolle, solle deshalb nicht auf Mails, Post oder Anrufe reagieren, sondern die Spende über die Webseite der Organisation abwickeln.

    Auch die Stadt München hat ein Spendenkonto für den Wiederaufbau von Notre-Dame eingerichtet. Der Münchner Stadtrat will noch darüber entscheiden, ob die erreichte Spendensumme aus dem Stadtsäckel verdoppelt wird.

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