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Proteste in Israel: Tausende gegen Netanyahu | BR24

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Sie werfen ihm Korruption und eine schlechte Vorbereitung auf eine zweite Corona-Welle vor: In Israel sind erneut Tausende Menschen gegen Ministerpräsident Netanyahu auf die Straße gegangen. Ihr Ziel: sein Rücktritt.

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Proteste in Israel: Tausende gegen Netanyahu

Sie werfen ihm Korruption und eine schlechte Vorbereitung auf eine zweite Corona-Welle vor: In Israel sind erneut Tausende Menschen gegen Ministerpräsident Netanyahu auf die Straße gegangen. Ihr Ziel: sein Rücktritt.

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In Israel haben Tausende Menschen gegen Korruption, aber auch gegen das Krisenmanagement von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu in der Corona-Pandemie protestiert. Nach Angaben eines Sprechers der Polizei nahmen an einer Demonstration nahe der offiziellen Residenz Netanyahus in Jerusalem mehr als 7000 Menschen teil. Sie forderten den Rücktritt des Regierungschefs.

Zu einer Kundgebung an der Privatresidenz Netanyahus in der Küstenstadt Caesarea erschienen nach Angaben der Polizei rund 1.000 Menschen. In Tel Aviv gingen laut örtlichen Medien Hunderte Menschen auf die Straße, um gegen die Arbeitslosigkeit und fehlende Staatshilfen zu protestieren.

Die Polizei war mit Hunderten Beamten im Einsatz, nachdem am Dienstag bei einem Anti-Netanyahu-Protest in Tel Aviv Demonstranten von mutmaßlichen Rechten angegriffen wurden.

Immer wieder Proteste

Seit Wochen wird in Israel gegen Netanyahu demonstriert. In der Corona-Krise werden ihm unter anderem vorschnelle Lockerungen und eine mangelnde Vorbereitung auf eine zweite Welle vorgehalten. Die Arbeitslosigkeit in dem Land liegt bei mehr als 20 Prozent. Gegen Netanyahu läuft zudem ein Gerichtsverfahren. Er ist wegen Betrugs, Untreue und Bestechlichkeit angeklagt. Viele Israelis wollen nicht akzeptieren, dass er trotz des Prozesses weiter im Amt ist. Der Ministerpräsident streitet alle Vorwürfe ab.

In Israel mit seinen rund neun Millionen Einwohnern wurden bisher nach offiziellen Angaben mehr als 72.000 Corona-Fälle registriert, mehr als 520 Menschen starben bislang. Zuletzt gab es täglich mehr als 1.000 neue Ansteckungen.

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