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Prognose: Konservative stärkste Kraft in Kroatien | BR24

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Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen sind rund 3,8 Millionen Bürger in Kroatien dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Auch wegen steigender Corona- Infektionszahlen muss die konservative Regierung um die Wiederwahl bangen.

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Prognose: Konservative stärkste Kraft in Kroatien

In Kroatien hat die regierende konservative Partei HDZ laut Prognose die Parlamentswahl klar gewonnen. Nach Angaben des kroatischen Fernsehens erringt sie 61 der 151 Mandate, die oppositionellen Sozialdemokraten kommen demnach auf 44 Sitze.

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Bei der Parlamentswahl in Kroatien zeichnet sich ein Sieg der konservativen HDZ ab. Die Partei von Regierungschef Andrej Plenkovic konnte sich am Sonntag laut einer Nachwahlbefragung des Instituts Ipsos 61 der 151 Sitze im Parlament sichern. Das Oppositionsbündnis des Sozialdemokraten Davor Bernardic holte demnach 44 Mandate. Die neue nationalistische Partei des Musikers Miroslav Skoro kann laut der Prognose mit 16 Parlamentssitzen rechnen.

Besondere Regelungen zur Wahl wegen Corona

Die Wahl fand inmitten der Corona-Pandemie statt. Insgesamt waren 3,8 Millionen Menschen zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Wähler sollten wegen einer möglichen Corona-Ansteckungsgefahr Masken tragen und ihre eigenen Stifte zur Stimmabgabe mitbringen.

Zudem machten Beamte Hausbesuche, um die Stimmzettel von 500 Menschen abzuholen - rund zehn Prozent unter ihnen befanden sich in Selbstisolation. Corona-Infizierte durften anderen eine Wahl-Vollmacht ausstellen.

Einfluss von Corona auf die Wahl?

Amtsinhaber Plenkovic hatte auf Aufwind in der Wählergunst wegen des bislang vergleichsweise milden Verlaufs der Corona-Pandemie in dem Adria-Staat gehofft. Die Zahl der Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus hatte zuletzt jedoch wieder zugenommen.

Dem stark vom Tourismus abhängigen Land steht wegen der Krise eine schwere Rezession bevor. Bislang starben in Kroatien nach offiziellen Angaben mehr als hundert Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion. Insgesamt wurden mehr als 3.000 Infektionsfälle gemeldet.

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