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Prinzessin Gloria: "Kardinal Müller und Trump geben Klarheit" | BR24

© Francesco Gulotta/Geisler-Fotopress

Prinzessin Gloria von Thurn und Taxis outete sich bei einer Veranstaltung in Washington als Fan von Donald Trump.

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    Prinzessin Gloria: "Kardinal Müller und Trump geben Klarheit"

    In den 1980ern "Party-Prinzessin" - heute Unterstützerin erzkonservativer Zirkel: Bei einer Veranstaltung in den USA hat Gloria von Thurn und Taxis US-Präsident Trump sowie den umstrittenen Kardinal Müller gelobt: Nur sie alleine brächten Klarheit.

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    Sie trug die schrillsten Outfits und machte durch ihr Party-Leben auf sich aufmerksam: In den 1980er-Jahren galt Gloria von Thurn und Taxis als eine der schillerndsten Gestalten in der Adelswelt. Zuletzt fiel die Prinzessin jedoch vor allem durch ihre erzkonservativen Positionen auf.

    Von Thurn und Taxis: "Müller ist der Trump der katholischen Kirche"

    Bei einer Veranstaltung in Washington D.C. hat die 59-Jährige nun US-Präsident Donald Trump und den innerhalb wie außerhalb der katholischen Kirche umstrittenen Kardinal Gerhard Ludwig Müller in positiver Weise hervorgehoben: "Die einzigen beiden Menschen auf der Welt, die uns heute Klarheit geben, sind Donald Trump und Gerhard Ludwig Müller", sagte von Thurn und Taxis. Und: "Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass Gerhard Ludwig Müller der Donald Trump der katholischen Kirche ist."

    Wir würden in einer dunklen Zeit leben, die von Hoffnungslosigkeit geprägt sei, so Thurn und Taxis. Angesichts der Nachrichten aus Rom könne man sehr niedergeschlagen werden. Aber es gebe Menschen wie Müller in der Kirche, die gewillt und fähig seien, Führung zu zeigen und ihre Stimme zu erheben.

    Aussagen der Adeligen immer wieder in der Kritik

    Anlass für ihre Rede war die Vorstellung von Müllers neuem Buch "Römische Begegnungen" in einem Washingtoner Hotel. Der Kardinal gilt als Verfechter eines streng konservativen Katholizismus und machte auch zuletzt nicht vor Kritik an der Amtsführung von Papst Franziskus halt. Den Rahmen für seine Buchvorstellung hatte die "International Organization for the family" gegeben. Eine Gruppierung, die sich für den "natürlichen" Erhalt der Familie und somit unter anderem gegen homosexuelle Ehen einsetzt.

    Die Adelige bewegte sich in den vergangenen Jahren zunehmend im streng konservativen Milieu. Aussagen wie "der Schwarze schnackselt gern" riefen immer wieder Kritik aus Pop-Kultur und Medien hervor, die ihr eine Nähe zu radikalen rechten Kreisen vorwarfen. Auch ein enger Kontakt zu Steve Bannon wird Thurn und Taxis nachgesagt. Ihren Kritikern hält die 59-Jährige dagegen vor, eine "Gesinnungsdiktatur" zu unterstützen.