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In Charlotte im Bundesstaat North Carolina hat der viertägige Nominierungsparteitag der Republikaner begonnen. Und gleich zum Auftakt wählten die Delegierten den Präsidenten offiziell zum Kandidaten für die Wahl Anfang November.

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Präsidentschaftswahl: US-Republikaner nominieren Trump

Der Parteitag der US-Republikaner hat Amtsinhaber Trump zum Kandidaten für die anstehende Präsidentschaftswahl gewählt. Er zieht damit am 3. November gegen seinen demokratischen Herausforderer Biden in die Wahl.

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Von
  • tagesschau.de

Zweieinhalb Monate vor der Wahl in den USA haben die Republikaner US-Präsident Donald Trump offiziell als Kandidaten nominiert. Die Vorsitzende der Republikaner, Ronna McDaniel, hatte zuvor den Parteitag in Charlotte (North Carolina) einberufen. Am Donnerstag soll dann die weitgehend virtuelle Veranstaltung enden. Dann will Trump auf dem Südrasen des Weißen Hauses seine Rede halten, mit der er die Nominierung annimmt.

Auch Pence nominiert

McDaniel sagte zum Auftakt des Parteitags: "Lasst uns am 3. November gewinnen. Lasst uns Donald Trump wiederwählen." Das Publikum skandierte: "Four more years" - vier weitere Jahre Trump. Der Parteitag nominierte auch Vizepräsident Mike Pence als Trumps Stellvertreter für eine zweite Amtszeit.

Trumps Wahlkampfteam veröffentlichte kurz vor Beginn des Parteitags Ziele für seine zweite Amtszeit. Die Außenpolitik soll sich demnach auch weiterhin an Trumps Leitmotiv "America First" orientieren. Verbündete sollen dazu gedrängt werden, ihren "fairen Anteil" im Verteidigungsbereich zu bezahlen.

Das Wahlkampfteam erklärte, Trump wolle zehn Millionen neue Jobs innerhalb von zehn Monaten schaffen und Steuern senken. Trump stellt außerdem einen Impfstoff gegen das Coronavirus bis zum Jahresende und eine Rückkehr zur Normalität im kommenden Jahr in Aussicht.

Biden und Harris für die Demokraten

In der vergangenen Woche hatten die Demokraten bereits Ex-Vizepräsident Joe Biden als ihren Kandidaten für die Wahl am 3. November gekürt. Biden zieht mit der Senatorin Kamala Harris als Kandidatin für den Vizepräsidenten-Posten in die Wahl. Sie wäre die erste schwarze Amerikanerin in dem Amt.

Trump erhofft sich von dem Parteitag auch neuen Rückenwind für seinen Wahlkampf. In landesweiten Umfragen liegt er derzeit hinten. Die Webseite FiveThirtyEight, die zahlreiche Umfragen auswertet und gewichtet, sieht Biden bei 51 Prozent der Stimmen, Trump bei 42 Prozent. Landesweite Befragungen haben wegen des Wahlsystems in den USA begrenzte Aussagekraft. Für einen Sieg ist eine Mehrheit von 270 Wahlleuten aus den Bundesstaaten ausschlaggebend. Trump war es 2016 gelungen, die Mehrheit der Wahlleute auf sich zu vereinen, obwohl er keine Mehrheit der Stimmen gewinnen konnte.

Parteitag unter Corona-Bedingungen

Der Parteitag der Republikaner wird - wie schon der der Demokraten - von der Corona-Pandemie auf den Kopf gestellt und findet in deutlich abgespeckter Form statt. Bis kurz vor dem Treffen veröffentlichten die Republikaner kein Programm. Ursprünglich wollte die Partei in Charlotte ein viertägiges Mega-Event mit Tausenden Gästen abhalten.

Wegen der Corona-Bestimmungen in North Carolina ließ Trump den Hauptteil des Parteitags dann nach Jacksonville (Florida) verlegen. Nachdem sich Florida zu einem Hotspot in der Pandemie entwickelte, wurde dieser Teil des Treffens wieder gestrichen.

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Beim Parteitag der US-Republikaner in Charlotte sprach Präsident Donald Trump vor den Delegierten, die ihn zuvor einstimmig als Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im November nominiert hatten.

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