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Venezuela: Präsident Maduro will Strom rationieren | BR24

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Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat eine Rationierung von Strom angeordnet. Er will so die Wasserversorgung in dem südamerikanischen Land wieder stabilisieren.

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Venezuela: Präsident Maduro will Strom rationieren

Wegen der anhaltenden Stromausfälle in Venezuela sind wieder Tausende Menschen auf die Straßen gegangen. In Caracas gab es Ausschreitungen. Nun hat Präsident Maduro einen Plan zur Rationierung des Stroms angekündigt.

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Wegen der immer wiederkehrenden Stromausfälle hat Venezuelas Präsident Nicolas Maduro einen 30-Tage-Plan zur Rationierung des Stroms angekündigt. Dieser werde helfen, mit den Ausfällen umzugehen, sagte Maduro im Staatsfernsehen.

Schwerpunkt: Wasserversorgung sicherzustellen

Es müsse ein "Gleichgewicht" zwischen Produktion, Transport und Verbrauch von Strom im ganzen Land hergestellt werden. Der Schwerpunkt solle darauf liegen, die Wasserversorgung sicherzustellen, forderte Maduro. Er warnte vor Unruhen als Reaktion auf die Stromausfälle.

Um die Stromversorgung zu stabilisieren und Reparaturarbeiten zu erleichtern, kündigte Kommunikationsminister Jorge Rodriguez zudem an, Arbeitstage in Unternehmen und Behörden zu verkürzen. Sie sollen künftig um 14.00 Uhr enden. Schulen und Universitäten sollten am Montag geschlossen bleiben.

Nach erneutem Stromausfall wieder Proteste

Nach einem weiteren Stromausfall am Sonntag sind nach wie vor viele Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten. Wegen der Ausfälle haben sie kein Leitungswasser und sind von der Kommunikation abgeschnitten. Radio, Fernsehen, Telefone und Internet funktionieren nicht.

Gegen den Zusammenbruch der Grundversorgung waren im ganzen Land Menschen auf die Straßen gegangen. Bei den Protesten kam es zu Ausschreitungen. In Caracas errichteten wütende Bürger in der Nähe des Präsidentenpalastes Barrikaden und blockierten Straßen. Bewaffnete paramilitärische Gruppen, die im Dienste der sozialistischen Regierung stehen, versuchten die Demonstranten mit Gewalt zurückzudrängen.

Streit um Verantwortung für Versorgungsengpass

Staatschef Maduro führt die Stromausfälle auf "Sabotage" durch die Opposition und die USA zurück. Sie führten einen Krieg gegen Venezuela. Oppositionsführer Juan Guaido hingegen macht die venezolanischen Regierung verantwortlich. Die Regierungsgegner sehen verschleppte Investitionen, mangelnde Wartung und Korruption als Grund für die Stromausfälle.

Seit Anfang März kommt es in dem südamerikanischen Land immer wieder zu schweren Stromausfällen. Die in Europa ansässige Organisation Netblocks, die die Netzwerkverbindungen überwacht, teilte mit, bisher seien nur 15 Prozent des Landes online. Am Sonntagnachmittag wurde der Strom wieder hergestellt. Die meisten Venezolaner rechnen allerdings mittlerweile damit, dass er bald wieder ausfällt.