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Pompeo macht Iran für Angriffe auf Schiffe verantwortlich | BR24

© dpa-Bildfunk/Uncredited

Angriffe auf zwei Öltanker in der Nähe des Persischen Golfs

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Pompeo macht Iran für Angriffe auf Schiffe verantwortlich

US-Außenminister Mike Pompeo hat den Iran für Angriffe auf zwei Öltanker in der Nähe des Persischen Golfs verantwortlich gemacht. Die Angriffe seien Teil einer "Kampagne", um die Spannungen zu eskalieren.

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US-Außenminister Mike Pompeo hat dem Iran die Verantwortung für die mutmaßlichen Angriffe auf zwei Tanker im Golf von Oman zugewiesen. "Es ist die Einschätzung der USA, dass die Islamische Republik für die Angriffe verantwortlich ist", sagte Pompeo in Washington in einem Kurzauftritt vor Kameras.

Pompeo: Angriffe nicht hinnehmbar

Auf Twitter schrieb Pompeo, die Angriffe seien eine Bedrohung für den internationalen Frieden und die Sicherheit und eine "nicht hinnehmbare Eskalation der Spannung durch den Iran". Am Donnerstagnachmittag wollte sich der UN-Sicherheitsrat in New York mit dem Vorfall befassen. Mehrere Diplomaten bestätigten, dass die USA die Gespräche hinter verschlossenen Türen beantragt haben.

Deutsche und norwegische Reederei betroffen

Die schweren Zwischenfälle mit Tankern am Golf haben die Spannungen zwischen dem Iran und seinen arabischen Erzrivalen weiter erhöht. Betroffen waren am Donnerstag ein von einem deutschen Unternehmen gemanagter Frachter sowie ein Schiff einer norwegischen Reederei. Die norwegische Seefahrtsbehörde bestätigte einen Angriff auf den Öltanker "Front Altair". Das norwegische Unternehmen Frontline meldete eine Explosion und einen Brand an Bord.

Ladung intakt

Die deutsche Bernhard Schulte Shipmanagement (BSM) teilte mit, auch der mit Methanol beladene Tanker "Kokuka Courageous" sei im hinteren Teil beschädigt und ein Besatzungsmitglied sei leicht verletzt worden. Die 21 Seeleute an Bord wurden von einem US-Marineschiff aufgenommen, wie ein Londoner Sprecher des in Singapur ansässigen Schiffsmanagement-Unternehmens sagte. Die Ladung sei intakt, der Frachter drohe nicht zu sinken. Auch die japanische Firma Kokuka Sangyo erklärte, ihr Tanker "Kokuka Courageous" sei betroffen.

© BR

Im Golf von Oman sind offenbar erneut zwei Handelsschiffe angegriffen worden. Wie die Reedereien der beiden Tanker mitteilten, war nach Explosionen Feuer auf den Schiffen ausgebrochen. Die Besatzungen seien in Sicherheit gebracht worden.