BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Polizist legt wegen "Aloha"-Tattoo Verfassungsbeschwerde ein | BR24

© pa/dpa/Britta Schultejans
Bildrechte: pa/dpa/Britta Schultejans

Polizist bei der Verhandlung am Bayerischen Verwaltungsgerichthof im November 2018

41
Per Mail sharen

    Polizist legt wegen "Aloha"-Tattoo Verfassungsbeschwerde ein

    Für sein geplantes Tattoo, einen "Aloha"-Schriftzug auf dem Unterarm, ist ein Polizist nun vor das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gezogen. Er sieht das Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit verletzt.

    41
    Per Mail sharen
    Von
    • BR24 Redaktion

    "Für mich ist das eindeutig, dass da Grundrechte verletzt sind", sagte der Polizeibeamte der Deutschen Presse-Agentur. Es sei seine Entscheidung, ob er so ein Tattoo trage, und die sei von seinem Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit gedeckt.

    Bundesverwaltungsgericht verwies auf Bayerisches Beamtengesetz

    Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe bestätigte, dass die Verfassungsbeschwerde bereits am 16. September einging (Az: 2 BvR 1667/20).

    Der Polizist aus Lauf an der Pegnitz wendet sich damit gegen ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig vom 14. Mai 2020. In dritter Instanz hatte das Gericht seine Klage zurückgewiesen und sich auf das Beamtengesetz des Freistaates berufen: Daraus ergebe sich, dass bayerische Polizeivollzugsbeamte sich nicht sichtbar an Unterarm, Händen, Kopf oder Hals tätowieren lassen dürfen.

    Polizist: "Tätowierung geht niemand anderes etwas an"

    Das will der Polizist nicht hinnehmen. Er würde sich das Wort "Aloha" gerne auf den Unterarm stechen lassen, zur Erinnerung an die Flitterwochen mit seiner Frau auf Hawaii. "Das ist eine Tätowierung und das geht niemand anders etwas an", bekräftigte er. Er sei kein schlechterer Polizist, nur weil er tätowiert sei. Viele seiner Kollegen unterstützten ihn. "Die finden das alle gut." Manche wollten sich auch selbst tätowieren lassen. Außerdem sei das eine Generationenfrage. "Jüngere sehen das nicht als problematisch an."

    (Material: dpa)

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!