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Politiker empört über Weihnachtsverbot | BR24

© dpa/picture-alliance

Schild an deutscher Schule in Istanbul

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    Politiker empört über Weihnachtsverbot

    Nachdem die türkischen Behörden das Thema Weihnachten aus dem Unterricht an einer deutschen Schule in Istanbul verbannt haben, äußern sich Politiker verschiedener Parteien empört.

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    "Wie lange schauen wir noch tatenlos zu? Es gibt einen Punkt an dem Langmut in Schwäche und Hilflosigkeit umschlägt!", twitterte der CSU-Politiker und ehemalige Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich.

    "Es gilt nach Mitteilung der türkischen Schulleitung eben, dass ab sofort nichts mehr über Weihnachtsbräuche und über das christliche Fest im Unterricht mitgeteilt, erarbeitet sowie gesungen wird", E-Mail der Leitung der deutschen Abteilung des Istanbul Lisesi an das Kollegium

    "Verbot von Weihnachten nicht hinnehmbar"

    Die Grünen fordern Konsequenzen. "Ein Verbot des Themas Weihnachten an Schulen ist nicht hinnehmbar, erst recht, wenn sie von Deutschland mitfinanziert werden", sagte der außenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Omid Nouripour. Sein Parteikollege Volker Beck wandte sich an Twitter an islamische Geistliche: "Hallo Herr @KaymanMurat @DITIBkoeln wo bleibt Ihr Protest?"

    Auch die Teilnahme des Schulchors am traditionellen Weihnachtskonzert im deutschen Generalkonsulat wurde von der türkischen Schulleitung verboten.

    Das türkische Bildungsministerium und die deutsche Abteilungsleitung äußerten sich noch nicht zu der Anordnung. Doch eines ist sicher: Das Weihnachtsverbot dürfte nur schwer in Einklang mit dem Kulturabkommen zu bringen sein.

    Von
    • Annette Walter
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