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Bischof Hanke spricht von Islamophobie | BR24

© pa/dpa/David Ebener

Gregor Maria Hanke, Bischof von Eichstätt

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    Bischof Hanke spricht von Islamophobie

    Scharf kritisiert der Eichstätter Bischof Hanke die aktuelle Flüchtlingsdebatte. Europa müsse sich auf seine geistlichen Wurzeln besinnen und den Flüchtlingen in Not helfen. Wir dürften nicht zu "Getriebenen unserer eigenen Ängste" werden.

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    "Was sich in den letzten Tagen in der Politik als Mainstream herauszukristallisieren begonnen hat, wäre vor vier Monaten noch als rechtsradikal und islamophob gebrandmarkt worden", sagte Hanke beim Neujahrsempfang seines Diözesanrats in Eichstätt. Menschen in Not müsse geholfen werden, das habe vor fünf Monaten gegolten und gelte auch weiterhin. 

    "Für Integration braucht Europa eine starke Identität"

    Hanke bezeichnete Europa als einen "Patienten, der nicht nur physisch, sondern auch an seiner Seele leidet". Daran sei nicht nur die Politik schuld, das gehe alle Christen an. Denn an der Wiege Europas stünden Kreuzgänge und Klosterstuben, in denen humanistische Bildung vermittelt worden sei. Heute orientiere sich die Gesellschaft aber nicht mehr an Kathedralen, sondern an Bankentürmen und Börsenhallen. Mit einer solchen "schwachen Identität" könne die Integration aber nicht gelingen. Daher sei eine "Besinnung auf unsere geistlichen Wurzeln" erforderlich.