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50 Botschafter in Polen unterstützen sexuelle Minderheiten | BR24

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In Warschau halten Demonstranten der Bewegung "No More" am 30.8.20 Regenbogenfahne mit der Aufschrift "Solidarität mit den Ausgeschlossenen".

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    50 Botschafter in Polen unterstützen sexuelle Minderheiten

    Mit einem offenen Brief rufen 50 Botschafter und Vertreter internationaler Organisationen in Polen zur Achtung der Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans-Menschen auf. Alle Bürger seien vor Diskriminierung zu schützen.

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    • BR24 Redaktion

    50 Botschafter und Vertreter internationaler Organisationen in Polen setzen sich für die Achtung der Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans-Menschen (LGBT) ein. In ihrem Schreiben, das am Sonntagabend veröffentlicht wurde, sagen sie:

    "Wir bekräftigen die jedem Individuum innewohnende Würde, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zum Ausdruck kommt." Aus dem offenen Brief von Botschaftern und Organisations-Repräsentanten in Polen

    Weiter heißt es in dem Schreiben: "Die Achtung dieser Grundrechte verpflichtet die Regierungen, (...) alle Bürger vor Gewalt und Diskriminierung zu schützen und dafür zu sorgen, dass sie Chancengleichheit haben."

    Appell zu Toleranz und Akzeptanz

    Zu diesem Zweck und um schutzbedürftige Gemeinschaften vor Misshandlung und Hassreden zu schützen, müsse an einem "Umfeld der Nichtdiskriminierung, Toleranz und gegenseitigen Akzeptanz" gearbeitet werden, heißt es weiter.

    Neben dem deutschen Botschafter Arndt Freytag von Loringhoven unterzeichneten den Brief unter anderem auch die Botschafter der USA, Frankreichs, Indiens, Italiens und Japans. Loringhoven twitterte: "Die Menschenrechte sind universell, deswegen stehen wir auf der Seite der Menschen #LGBTI."

    Resolutionen gegen angebliche "LGBT-Ideologie"

    In Polen haben 100 Gemeinden, überwiegend im Süden und Osten des Landes, Resolutionen gegen eine angebliche "LGBT-Ideologie" verabschiedet. Direkte rechtliche Folgen für die Angehörigen sexueller Minderheiten haben diese Resolutionen nicht, sie schaffen aber ein Klima der Intoleranz.

    Bereits im Sommer hatte sich der nationalkonservative Amtsinhaber Andrzej Duda im Präsidentschaftswahlkampf mit homophoben Äußerungen profiliert. Unter anderem sagte er mit Blick auf Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender: "Man versucht uns einzureden, dass das Menschen sind. Aber es ist einfach nur eine Ideologie."

    Pawel Jablonski: "Ehe Verbindung zwischen Frau und Mann"

    Polens stellvertretender Außenminister Pawel Jablonski antwortete via Twitter auf den offenen Brief. Polen stimme der Botschaft voll zu. "Jeder Mensch genießt den gleichen Schutz durch das polnische Recht." Er fügte hinzu: "Wir erinnern auch daran, dass nach der polnischen Verfassung die Ehe eine Verbindung zwischen einer Frau und einem Mann ist." Die Bekundung dieser Tatsache sei keine Diskriminierung, sondern Zeichen des Respekts für die Werte, "die den Polen am Herzen liegen".

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