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Plastikmüll gegen Reis: So kämpfen Philippiner gegen den Müll | BR24

© Reuters

Ein Dorf in der Nähe von Manika hat sich eine Aktion gegen die zunehmende Vermüllung überlegt: Bewohner können Plastikmüll gegen Reis eintauschen. Die Philippinen gehören zu den größten Plsatiksündern der Welt.

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Plastikmüll gegen Reis: So kämpfen Philippiner gegen den Müll

Ein Dorf in der Nähe von Manila hat sich eine Aktion gegen die zunehmende Vermüllung überlegt: Bewohner können Plastikmüll gegen Reis eintauschen. Die Philippinen gehören weltweit zu den größten Plastiksündern.

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Das Dorf Bayanan auf den Philippinen versucht den Plastikmüll einzudämmen, indem ihn die Bewohner gegen Reis tauschen können. Für einen Sack Plastikmüll erhalten sie ein halbes Kilo Reis.

Veronica Dolorico, 49 Jahre, macht bereits mit. Die vierfache Mutter und Rikschafahrerin sammelt den Müll in ihrer Nachbarschaft und auf Straßen.

"Ich will zeigen, dass jeder mithelfen kann, die Umwelt zu schützen."

Hilfe für die Ärmsten

Für ein Kilo Plastik bekommt sie ein halbes Kilo Reis - eine große Hilfe für Veronica Dolorico. Denn im Laden kostet dieselbe Menge Reis zwischen 15 und 20 Pesos, also etwa 32 Cent. Für Menschen, die unter der Armutsgrenze leben, ist das viel.

Im letzten Monat kamen bei der Aktion 213 Kilogramm Müll zusammen, sagt der Dorfoberste Andor San Pedro.

Das Programm hilft zwar nicht dabei, den Plastikkonsum zu reduzieren. Aber es lehrt die Menschen, ihn zumindest richtig zu entsorgen.

"Naturalienpfand" wirksamer als Verbote?

Die Philippinen gehören laut Studien und Berichten von Umweltorganisationen zu den größten Plastiksündern der Welt. Einweg-Plastik wird hier in rauen Mengen verbraucht, der Müll aber kaum recycelt. Viel Müll wird illegal im Meer entsorgt und gefährdet viele Tiere. Zwar gebe es strikte Abfallgesetze - eingehalten würden sie jedoch nicht.