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Piloten fordern schnelle Aufklärung nach Fehlalarm in Amsterdam | BR24

© Reuters News Picture Service - RNPS/PIROSCHKA VAN DE WOUW

Die Royal Dutch Military Police sichert den Amsterdamer Flughafen Schiphol

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    Piloten fordern schnelle Aufklärung nach Fehlalarm in Amsterdam

    Nach einem folgenreichen Fehlalarm auf dem Flughafen Amsterdam-Schiphol haben Piloten schnelle Aufklärung gefordert. Ein Pilot hatte gestern irrtümlich den Knopf zur Warnung vor einer Flugzeugentführung gedrückt und damit einen Großeinsatz ausgelöst.

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    Die Niederländische Pilotenvereinigung VNV forderte nach dem Fehlalarm auf dem Flughafen Amsterdam-Schiphol eine schnelle Aufklärung. "Es scheint mir klar zu sein, dass das nicht zu oft passieren sollte", sagte der Vorsitzende der Niederländischen Pilotenvereinigung VNV, Willem Schmid. "Es muss gründlich untersucht werden, wie dies geschehen konnte."

    Vierstelliger Zahlencode bei Flugzeugentführung

    Willem Schmid, erklärte, dass jeder Pilot die Möglichkeit habe, über einen Transponder einen international geltenden vierstelligen Zahlencode einzugeben, der für "Entführung" stehe. Damit werde automatisch ein genau festgelegtes Sicherheitsprotokoll ausgelöst. Er könne sich nicht erinnern, schon einmal von einem solchen Fehlalarm gehört zu haben.

    Spanische Fluggesellschaft entschuldigt sich

    Eine irrtümliche Entführungswarnung eines Piloten hatte am Mittwochabend auf Schiphol - einem der größten Flughäfen Europas - einen massiven Polizeieinsatz ausgelöst. Doch nach rund zwei Stunden erklärte die spanische Fluggesellschaft Air Europa auf Twitter, die Warnung sei nur irrtümlich ausgelöst worden. Die Airline entschuldigte sich für den Vorfall. Die 27 Passagiere und Besatzung hatten zu dem Zeitpunkt bereits die Maschine verlassen, berichtete die Polizei.

    Sicherheitsabläufe nach Alarm schwer zu stoppen

    Die Polizei erklärte, es sei nicht ohne weiteres möglich, die Maßnahmen anzuhalten, wenn der Alarm erst einmal ausgelöst worden sei. Dafür müsse erst absolute Sicherheit bestehen, dass es sich wirklich um einen Irrtum handele. Justizminister Ferd Grapperhaus sagte, dass die Behörden auf jeden Fall sehr schnell und genau nach Plan gehandelt hätten.

    Die niederländische Polizei untersucht nun, wie es zu dem Fehler gekommen ist. Vorläufig könne man noch nichts dazu sagen, erklärte ein Sprecher im Fernsehen. Die Deutsche Flugsicherung wollte sich am Donnerstag zu dem Vorfall in den Niederlanden nicht äußern.