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Philippinen: Ex-Wirecard-Vorstand legte falsche Spur | BR24

© FrankHoermann/Sven Simon

Ermittler durchsuchen Wirecard-Bueros am 01.07.2020.

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    Philippinen: Ex-Wirecard-Vorstand legte falsche Spur

    Der Ex-Wirecard-Vorstand Marsalek bleibt verschwunden - und hat seine Spuren offenbar professionell verwischen lassen. Die Philippinen teilten mit, dass Einreisedaten des Österreichers von Beamten gefälscht worden seien.

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    Philippinische Einwanderungsbeamte haben Daten gefälscht, um die Einreise des ehemaligen Wirecard-Vorstands Jan Marsalek vorzutäuschen. Dies habe eine Untersuchung der Aufnahmen von Überwachungskameras, Passagierlisten und anderem Material ergeben, erklärte der philippinische Justizminister Menardo Guevarra. Gegen die Beamten werde nun ermittelt, sie hätten mit verwaltungsrechtlichen Strafen zu rechnen. Guevarra sagte nicht, wie viele Beamte involviert sind. Er habe weitere Ermittlungen in dem Fall angeordnet.

    Laut der gefälschten Datenbank der philippinischen Einwanderungsbehörde reiste Marsalek einen Tag nach seiner Entlassung als Vorstandsmitglied von Wirecard am 23. Juni auf die Philippinen ein und verließ das Land am 24. Juni Richtung China. Offenbar hielt er sich aber gar nicht im Land auf.

    Schlüsselfigur im Bilanzskandal

    Der Österreicher Marsalek ist eine Schlüsselfigur im milliardenschweren Bilanzskandal um den insolventen Dax-Konzern Wirecard. Er war im Vorstand des Unternehmens für das Tagesgeschäft zuständig. Deutsche und philippinische Ermittler wollen Marsalek befragen, er ist aber untergetaucht. Schon Ende Juni wurde bekannt, dass Marsalek sich nicht den Behörden stellen will.

    Wirecard hatte eingestanden, dass in der Jahresbilanz 1,9 Milliarden Euro fehlen und das Geld bei zwei philippinischen Banken vermutlich gar nicht existiert. Der Börsenkurs des Dax-Konzerns stürzte ab, das Unternehmen meldete Insolvenz an. Ex-Wirecard-Chef Markus Braun hat sich inzwischen der Justiz gestellt. Die zuständige Staatsanwaltschaft München ermittelt gegen Braun, Marsalek und andere wegen Verdachts unrichtiger Angaben und Marktmanipulation.

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