BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Bundestagsdebatte: Pflicht-Frauenquote für Vorstände? | BR24

© dpa-Bildfunk
Bildrechte: dpa-Bildfunk

Symbolbild: Frauenquote

38
Per Mail sharen

    Bundestagsdebatte: Pflicht-Frauenquote für Vorstände?

    Lang hat es die Politik den Unternehmen überlassen, in ihren Chefetagen für Geschlechtergerechtigkeit zu sorgen. Jetzt will die Regierung per Gesetz mehr Frauen in Führungspositionen bringen. Die Opposition hält mit eigenen Anträgen dagegen.

    38
    Per Mail sharen
    Von
    • BR24 Redaktion

    Die Bundesregierung will für mehr Frauen in den Chefetagen der großen Unternehmen sorgen. Nach langem Hin und Her hat Anfang Januar das Bundeskabinett die Frauenquote für Unternehmensvorstände beschlossen. Heute Nachmittag befasst sich der Bundestag zum ersten Mal damit.

    "Zielgröße Null" künftig nur mit guter Begründung

    Die wichtigste Bestimmung des Regierungsentwurfs: Besteht der Vorstand eines börsennotierten und zugleich paritätisch mitbestimmten Unternehmens aus mehr als drei Mitgliedern, soll er künftig mit mindestens einer Frau und mindestens einem Mann besetzt sein.

    Will ein Unternehmen keine Frau im Vorstand oder im Aufsichtsrat - im Gesetz wird das als "Zielgröße Null" umschrieben - muss das Unternehmen dies künftig plausibel begründen; tut es dies nicht, drohen Sanktionen.

    Drei Gegenanträge der Opposition

    Die beiden zuständigen Bundesministerinnen - Frauenministerin Franziska Giffey (SPD) und Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) - sehen in dem Gesetz einen Meilenstein für mehr Frauen in Führungspositionen.

    Die Opposition sieht das anders. Grüne, FDP und Linke wollen deshalb jeweils eigene Gesetzesinitiativen einbringen.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!