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Immer weniger Wildbienen und Schmetterlinge | BR24

© dpa / picture alliance

Wildbiene

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    Immer weniger Wildbienen und Schmetterlinge

    Für das weltweite Sterben von Wildbienen und Schmetterlingen sind auch Pflanzenschutzmittel aus der Gruppe der Neonikotinoide verantwortlich. Das haben nun zwei Studien aus den USA und Großbritannien belegt. Von Jeanne Turczynski

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    Die Forscher konnten nachweisen, dass die Bestände der Wildbienen deutlich geschrumpft sind seit dem Einsatz von Neonikotinoiden. In Großbritannien wurden landesweit Wildbienen-Populationen untersucht von 1994 bis 2011. Im Jahr 2002 wurden Neonikotinoide eingeführt, seitdem werden weniger Wildbienen gezählt.

    Zahl der Schmetterlinge seit 1995 in den USA zurückgegangen

    Forscher aus Kalifornien haben gezeigt, dass auch Schmetterlinge durch die Pflanzenschutzmittel bedroht werden. Seit der Einführung der Neonikotinoide in den USA 1995 haben sich die Bestände demnach deutlich verringert.

    Forscher in Großbritannien: Rapsfelder untersucht

    In Großbritannien haben die Wissenschaftler Rapsfelder untersucht, in denen Neonikotinoide eingesetzt werden. Dort haben vor allem die Wildbienen gelitten, die ihre Futtersuche auf Rapsfelder beschränken. Wie genau die Neonikotinoide die Fortpflanzung der Wildbienen stören, ist noch unklar. Allerdings:

    "Wir haben gezeigt, dass Honigbienen, wenn sie bestimmten Dosen von Neonikotinoiden ausgesetzt werden, eine schädigende Wirkung der Brutentwicklung aufweisen. Bestimmte Neonikotinoide führten dazu, dass ein wichtiger Botenstoff im Futtersaft der Ammenbienen reduziert wird, damit wird die Brutentwicklung gestört." Prof. Ignaz Wessler, Uni Mainz

    Ignaz Wessler fordert zwar kein komplettes Verbot der Neonikotinoide. Allerdings müsse die Nutzen-Risiko-Bewertung der EU Ende 2016 auch die neue Daten hinzuziehen. Die maximal erlaubten Rückstandsmengen in Früchten und Pollen müssten niedriger sein. Politiker seien hier gefordert, die Schwellendosen zu reduzieren.