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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Sven Hoppe

Die Impfstoffhersteller Pfizer und Biontech gehen davon aus, dass es eine Auffrischungsimpfung braucht. Israelische Daten legen nahe, dass der Schutz ein halbes Jahr nach der zweiten Impfung nachlässt.

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Pfizer/Biontech: Auffrischungs-Impfung wahrscheinlich nötig

Die Impfstoffhersteller Pfizer und Biontech gehen aufgrund von israelischen Daten davon aus, dass Auffrischungsimpfungen erforderlich sein werden. Pfizer will in den USA daher zeitnah eine Notfallzulassung für eine dritte Dosis beantragen.

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  • BR24 Redaktion

Die Impfstoffhersteller Pfizer und Biontech gehen von einem Rückgang der Schutzwirkung des gemeinsamen Coronavirus-Vakzins nach einem halben Jahr aus. "Wie anhand der vom israelischen Gesundheitsministerium erhobenen Daten aus der praktischen Anwendung bereits deutlich wurde, sinkt die Schutzwirkung des Impfstoffs gegenüber Infektionen und symptomatischen Erkrankungen sechs Monate nach der zweiten Impfung", hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Auf Basis der bisher vorliegenden Daten sei es wahrscheinlich, "dass eine dritte Dosis innerhalb von sechs bis zwölf Monaten nach der vollständigen Impfung erforderlich sein wird".

USA: Pfizer will Notfallzulassung für dritte Dosis beantragen

Bei einer laufenden Studie zu einer dritten Impfung seien "ermutigende Daten" zu beobachten, teilten die beiden Unternehmen mit. Details sollten bald in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift publiziert werden. Außerdem sei geplant, die Daten in den kommenden Wochen bei der US-Arzneimittelbehörde FDA, dem europäischen Pendant EMA und bei anderen Zulassungsbehörden einzureichen.

Pfizer und Biontech gehen davon aus, dass eine dritte Dosis das höchste Schutzniveau gegenüber allen bisher getesteten Coronavirus-Varianten erhalte. Das gelte auch für die sich ausbreitende Delta-Variante. Man entwickle zugleich aber auch eine angepasste Version des gemeinsamen mRNA-Impfstoffs.

US-Gesundheitsbehörden in Sachen dritter Dosis zurückhaltend

Kurz nach dem Statement von Pfizer und Biontech hieß es am Donnerstag in einer von US-Medien verbreiteten Mitteilung der FDA und der US-Gesundheitsbehörde CDC, Amerikaner, die vollständig geimpft seien, benötigten derzeit keine Auffrischungsimpfung. Man sei aber auf die Verabreichung von Auffrischungsdosen vorbereitet, sollten wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass sie notwendig seien. Die US-Gesundheitsbehörden untersuchten die Frage, verließen sich dabei aber nicht ausschließlich auf Daten von Pharmafirmen.

Erst 48 Prozent der US-Amerikaner vollständig geimpft

Wenn eine dritte Dosis in den USA zugelassen würde, würden nicht automatisch alle Amerikaner ein drittes Mal gegen das Coronavirus geimpft, sagte der Impfstoffexperte William Schaffner vom Vanderbilt University Medical Center. Millionen von Menschen sind noch nicht gegen das Virus geschützt. Es wäre "ein riesiger Aufwand", Menschen ein drittes Mal zu impfen, "während wir im Moment danach streben, Menschen die erste Dosis zu geben". Derzeit sind rund 48 Prozent der Bewohner der USA vollständig geimpft.

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