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Noch bis zum 15. Mai gelten Einschränkungen bei einer Einreise nach Italien. Dann sollte es mit dem Tourismus wieder losgehen. Was bis dahin und – voraussichtlich – ab Mitte Mai für Italienurlauber gilt, erfahren Sie hier.

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Diese Corona-Regeln gelten für Italienurlauber

Noch bis zum 15. Mai gelten Einschränkungen bei einer Einreise nach Italien. Dann sollte es mit dem Tourismus wieder losgehen. Was bis dahin und – voraussichtlich – ab Mitte Mai für Italienurlauber gilt, erfahren Sie hier.

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Von
  • Moritz Pompl
  • BR24 Redaktion

Zum Auftakt des G20-Gipfels Anfang Mai hatte Italiens Premierminister Mario Draghi eine klare Einladung ausgesprochen: "Jetzt könnt Ihr Euren Urlaub in Italien buchen. Wir können es kaum erwarten, Euch wieder willkommen zu heißen." Konkret hat Draghi die Wiedereröffnung Italiens ab Mitte Mai in Aussicht gestellt.

Jetzt nach Italien? Im Prinzip ja, aber...

Schon an Christi Himmelfahrt, am 13. Mai, haben einige Ausflügler den neu eröffneten "kleinen Grenzverkehr" mit Österreich für eine Weiterfahrt nach Italien genutzt. Reisende am Rastplatz Kiefersfelden/West haben ganze Hefter mit Papieren mitgebracht, um nach Italien weiterzureisen. Das ist derzeit auch nötig.

Aktuell gilt: Aus allen Ländern der Europäischen Union und damit auch aus Deutschland ist die Einreise nach Italien grundsätzlich gestattet – auch wenn das Auswärtige Amt weiterhin von "nicht notwendigen, touristischen Reisen" abrät. Reisen innerhalb Italiens können je nach Entfernung der Region eingeschränkt werden.

Was derzeit bei der Einreise nach Italien gilt

Wichtig: Die Einreise muss über ein Online-Formular (hier der entsprechende Link) angemeldet werden. Noch bis mindestens zum 15. Mai 2021 ist zudem grundsätzlich die Vorlage einer negativen Testbescheinigung bei Einreise, eine fünftägige Quarantäne und die Vorlage einer weiteren negativen Testbescheinigung nach fünf Tagen erforderlich. Was danach in Italien gelten soll, lesen Sie weiter unten.

Was bei der Heimfahrt zu beachten ist

Im Blick behalten sollten Italiensehnsüchtige zu jeder Zeit auch die Rückreisebestimmungen. Mit einer seit Donnerstag geltenden Verordnung hat die Bundesregierung die generelle Quarantänepflicht bei Einreise aus mehr als 100 Ländern aufgehoben. Darunter sind einige der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen wie Spanien Griechenland, Österreich, die Schweiz - und Italien.

Wer von dort nach Deutschland einreist, kann sich durch einen negativen Corona-Test von der Quarantäne befreien. Für Flugreisende ist dieser Test ohnehin obligatorisch. Für Genesene und vollständig gegen Corona Geimpfte gehen die Lockerungen sogar noch weiter. Sie müssen nur noch in Quarantäne, wenn sie aus einem Gebiet mit neuen Virusvarianten kommen.

"Grüner Pass" ab Mitte Mai - Reisende benötigen Bescheinigung

Das aktuell geltende Dekret mit Einschränkungen wie Quarantänepflicht bei einer Einreise nach Italien läuft am 15. Mai aus. Die Quarantänepflicht fällt dann für alle weg, die entweder einen negativen PCR- oder Antigen-Schnelltest vorweisen können, der nicht älter als 48 Stunden ist. Oder für Personen, die vollständig geimpft sind oder Covid schon durchgemacht haben. Italien nennt das den "grünen Pass" und kommt der EU zuvor, die einen solchen Pass für Mitte Juni angekündigt hat.

Beim Italienischen Modell handelt es sich nicht um einen Pass im eigentlichen Sinn, sondern es genügt, eine entsprechende Bescheinigung mitzubringen. Sie gilt für sechs Monate, im Falle des Tests aber nur zwei Tage. Inwieweit Ausländer ein italienisch- oder englischsprachiges Zertifikat mitführen sollten, ist nicht definiert – es kann aber sicher nicht schaden, wenn das Dokument nicht nur auf Deutsch vorhanden ist. Passinhaber dürfen auch zwischen orangenen oder roten Zonen auf der italienischen Covid-Ampel-Skala frei reisen. Bis auf das Aostatal soll aber ab Montag ohnehin ganz Italien als gelbe Zone gelten.

Diese Aktivitäten sind möglich

In gelben Zonen haben Restaurants und Bars bis 22 Uhr geöffnet. Hotels empfangen wieder Gäste. Museen, viele Theater und Kinos haben wieder offen, genauso der Einzelhandel, sowie Strand- und Schwimmbäder. Wer Museen besuchen will, sollte wegen der begrenzten Besucherzahlen am besten Tickets reservieren. Auch in Restaurants sollte man sich rechtzeitig um einen Platz kümmern.

Nach wie vor gilt voraussichtlich auch über Pfingsten eine nächtliche Ausgangssperre von 22 Uhr abends bis 5 Uhr morgens; gerade an vielbesuchten Plätzen finden häufig Polizeikontrollen statt. Und es gibt eine landesweite Maskenpflicht, auch im Freien.

Corona-Lage in Italien entspannt sich

Die Infektionszahlen in Italien gehen kontinuierlich zurück und liegen zuletzt landesweit bei rund 7.000 Neuinfektionen am Tag. Es sterben deutlich weniger Menschen an oder mit Covid als noch vor wenigen Wochen, und auch die Situation auf den Intensivstationen entspannt sich zunehmend. Im Ampelsystem, das die 20 Regionen Italiens je nach Schweregrad in unterschiedliche Farben einteilt (weiß, gelb, orange, rot), gibt es inzwischen keine einzige rote Zone mehr.

Ab dem 17. Mai soll nur noch das Aostatal als orangene Zone gelten; dort haben die Restaurants nach wie vor nur zum Mitnehmen geöffnet, und das Reisen dorthin und vor Ort ist nur eingeschränkt möglich. Sardinien und Sizilien sollen am 17. Mai in die gelbe Kategorie aufsteigen. Aktuelle Informationen dazu finden sich auf der Seite des italienischen Gesundheitsministeriums. Die Pfingstferien in Italien sind also gesichert - wenn auch mit einigen Einschränkungen.

Hinweis für alle Österreich- und Italien-Reisende

Wer nach Österreich oder nach Italien reisen möchte - unabhängig davon für wie lange und unabhängig davon, ob er geimpft, genesen oder getestet ist - muss am Grenzübergang zu Österreich eine elektronische Registrierung vorweisen, die er vor Reisebeginn online ausgefüllt haben muss. Diese Regelung gilt bis zum 30. Juni. Und hier ist der Link. Die Registrierung gilt nicht für den bloßen Transitverkehr nach Italien. Eine Durchfahrt durch Österreich ist ohne Registrierung möglich.

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