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Persönliche Schutzausrüstung gehört nicht in die Gelbe Tonne | BR24

© dpa/ picture alliance

Frau mit Mundschutz und Gummihandschuhen

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    Persönliche Schutzausrüstung gehört nicht in die Gelbe Tonne

    Mundschutz und Gummihandschuhe sind keine Verpackungen, sondern müssen über den Restmüll entsorgt werden. Darauf macht der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. (BDE) aufmerksam.

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    Persönliche Schutzausrüstungen wie Mundschutzmasken und Gummihandschuhe gehören nicht in die Gelbe Tonne, sondern müssen als Restmüll entsorgt werden. Seit Beginn der Corona-Krise sei der Absatz solcher Artikel laut BDE-Präsident Peter Kurth massiv gestiegen. Somit stiegen auch die Abfallmengen dieser Produkte. Nach Angaben des Verbandes ließen sich die Abfallmengen von Mundschutzmasken und Einmalhandschuhen im Moment noch nicht genau beziffern. Dennoch verursachten diese Abfälle Probleme, wenn sie in der falschen Tonne entsorgt werden.

    "Benutzte Mundschutzmasken und Gummihandschuhe sind keine Verpackungsmaterialien. Deshalb dürfen sie nicht über die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack entsorgt werden. Diese Abfälle müssen über die Schwarze oder Graue Tonne dem Restmüll zur thermischen Verwertung beigegeben werden." Peter Kurth, Deutsche Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. (BDE)

    Schutzartikel gehören nicht zu Verpackungen

    Eine unsachgemäße Entsorgung sei demnach auch rechtswidrig, denn im Verpackungsgesetz ist genau geregelt, welche Materialien zu den Verpackungen zählen und welche nicht. Schutzartikel gehören nicht dazu.

    Mitgliedsunternehmen des BDE berichteten laut einer Pressemitteilung zudem, dass es Probleme mit dem Output aus den Sortieranlagen gibt, wenn Masken und Handschuhe über die Gelbe Tonne entsorgt werden.

    Recyclingprozess könnte gestört werden

    Landen zu viele Gummihandschuhe im Verpackungsmüll, verunreinigen sie diesen. Die Chargen sind dann als Recyclingrohstoff unbrauchbar und für die Produktion wertlos, so Bernhard Schodrowski, BDE-Pressesprecher im BR-Interview. Die unsachgemäße Entsorgung von Abfällen erschwert den Recyclingprozess. In der Pandemie sind es jetzt noch Gummihandschuhe und Masken, die den Recyclingprozess erschweren oder gar unmöglich machen. Der BDE appelliert daher an die Bürger, die Abfälle weiterhin richtig zu trennen und Schutzausrüstungen mit dem Restmüll zu entsorgen.

    Kein Gesundheitsrisiko für Mitarbeiter der Abfallentsorger

    Von der falsch entsorgten Schutzausrüstung von Privatpersonen geht laut Schodrowski keine gesundheitliche Gefahr für das Personal von Abfallanlagen aus. Bis der Müll dort ankommt, ist das Virus in der Regel auf der Gummi- oder Schutzmaskenoberfläche abgestorben. Und für die Entsorgung von Schutzartikeln aus den Krankenhäusern gelten sowieso besondere, deutlich strengere Regeln.

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