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Pence und Söder würdigen verstorbenen US-Senator John McCain | BR24

© dpa-Bildfunk/Sven Hoppe

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, spricht im Landtag während der Verleihung des John-McCain-Dissertationspreises.

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Pence und Söder würdigen verstorbenen US-Senator John McCain

Im Beisein von US-Vizepräsident Mike Pence und einer großen US-Delegation hat die Münchner SiKo an den verstorbenen US-Senator John McCain erinnert. Zwei junge Wissenschaftlerinnen wurden mit dem neu gestifteten John-McCain-Preis geehrt.

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Über die Leinwand flimmern in einem Video die bewegendsten Momente im Leben des verstorbenen US-Senators John McCain. Bei der erstmaligen Verleihung des nach ihm benannten Preises an zwei Doktorandinnen hoben alle Redner im Bayerischen Landtag die Bedeutung des US-Politikers hervor, für die Sicherheitskonferenz, aber vor allem für die transatlantische Freundschaft.

Unter den Laudatoren: Landtagspräsidentin Ilse Aigner. Die Münchner Sicherheitskonferenz treffe sich zum ersten Mal im Bayerischen Landtag, so Aigner, und es gebe keinen besseren Anlass als den McCain Award. Der US-Politiker sei ein geschätzter Partner gewesen, ein treuer Freund, den man vermisse, ein Motor für die transatlantische Zusammenarbeit.

Söder: John McCain - Kämpfer für Demokratie und Freiheit

Auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wandte sich an die Gäste der Sicherheitskonferenz und Mitglieder der US-Delegation mit einem Augenzwinkern. Der Freistaat Bayern fühle sich mit dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten eng verbunden, sagte Söder und erzählte, dass er in der Nähe einer Klinik der US Army in Nürnberg aufgewachsen sei und bis heute ein Faible für amerikanisches Eis und Burger habe.

Mit McCain sei ein zentraler Bestandteil der Sicherheitskonferenz verloren gegangen, eine Art Institution, so Söder, ein starker Kämpfer für Demokratie und Freiheit.

US-Vizepräsident Pence: Glaube an die USA und an die Freiheit

Bei der Feier im Landtag sprach auch Vizepräsident Mike Pence. Er würdigte John McCain als "amerikanischen Patrioten", der stets mit Freundlichkeit, aber auch mit großer Hartnäckigkeit für seine Ideale gekämpft habe. John McCain habe am Glauben seiner Vorfahren festgehalten und an dem Glauben an die USA und an die Freiheit, so Pence.

Ischinger: Gute Freunde hören einander zu

Dann wandte sich McCains-Ehefrau Cindy an das Publikum, bedankte sich bei der Sicherheitskonferenz für die Einrichtung des Preises und erzählte von der Begeisterung, die ihr verstorbener Mann für das Treffen in München immer hatte:

"Wie Sie wissen, war diese Konferenz für John unheimlich wichtig. Sie war einer der jährlichen Termine, die er als allererstes im Kalender vorgemerkt hat. Er freute sich jedes Jahr sehr darauf."

Für Wolfgang Ischinger verkörperte McCain das, was diese Konferenz so wertvoll mache: gute Freunde ringen darum, was der beste Weg in die Zukunft ist. Gute Freunde hörten einander zu und seien bereit, voneinander zu lernen.

Die beiden Preisträgerinnen sind die Deutsche Ulrike Franke und Abigail Post aus den USA. Sie wurden für ihre Arbeiten zur internationalen Politik mit einem Preisgeld von 30.000 Euro ausgezeichnet.

© dpa-Bildfunk/Sven Hoppe

Cindy McCain (r), Witwe des verstorbenen US-Senators McCain, übergab Abigail Post (l) und Ulrike Franke (M) den John-McCain-Dissertationspreis.

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Autor
  • Johannes Reichart
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