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Patientenschützer fordern: keine Subvention für Fitnessmesser | BR24

© da/dpa/Rainer Jensen

Smartwatch mit Handy

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    Patientenschützer fordern: keine Subvention für Fitnessmesser

    Patientenschützer haben scharfe Kritik an den geplanten Zuschüssen der AOK Nordost für Fitness-Messgeräte wie die Apple Watch geübt. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) müsse dieses Marketing der AOK Nordost sofort stoppen, heißt es.

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    Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung"

     "Die Zwangsbeiträge der Versicherten sind für die Solidargemeinschaft da, nicht für Werbe-Strategen der Kassen und Apple-Jünger."

    Er kritisierte, dass alte, chronisch-kranke und pflegebedürftige Menschen bei der Förderung der elektronischen Fitnessmesser das Nachsehen hätten. Die AOK setze auf gesunde und damit profitable Kunden, während Alte und Kranke als teure Mitglieder eher unerwünscht seien.

    Dunkle Schatten auf der schönen neuen Welt

    Wer bei der Subventionierung der elektronischen Fitnessmesser nicht mitmachen könne, sei der Verlierer. Nicht nur Apple mache mit der Aktion gute Geschäfte, sondern auch die Industrie, die sich allzu gerne den gläsernen Kunden wünsche. Doch wenn bestimmte Patientengruppen der Norm nicht entsprächen, hätten sie das Nachsehen. "Die schöne neue Welt hat dann dunkle Schatten", so Brysch. 

    Bis zu 50 Euro Zuschuss

    Als erste Krankenkasse bezuschusst die AOK Nordost den Kauf elektronischer Fitnessmesser. Versicherte, die am "AOK-Gesundheitskonto" teilnehmen, bekommen für den Kauf solcher Geräte einmal in zwei Jahren einen Zuschuss von maximal 50 Euro, aber höchstens 50 Prozent des Anschaffungspreises. Das hatte die Kasse gestern veröffentlicht.

    Dieser Zuschuss gilt demnach für sämtliche Geräte, die Herzfrequenz, Streckenlänge, Höhenmeter, Geschwindigkeit, Kalorienverbrauch und anderes dokumentieren, also für Fitnessarmbänder und Smartwatches.