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Passagiere frei - Entführer und Crew noch an Bord | BR24

© REUTERS/Darrin Zamit-Lupi MALTA OUT

Entführte Maschine auf Malta

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    Passagiere frei - Entführer und Crew noch an Bord

    Nach der Entführung eines libyschen Flugzeugs sind alle Passagiere frei. Am Nachmittag durften in Malta 109 Menschen die Maschine verlassen, wie der maltesische Regierungschef Joseph Muscat auf Twitter bestätigte.

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    Muscat zufolge befanden sich wahrscheinlich noch die zwei Entführer sowie mehrere Crewmitglieder an Bord. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Menschen den Airbus der staatlichen libyschen Afriqiyah Airways über eine Treppe an der Vordertür verließen. Flug 8U209 war ursprünglich auf einem Inlandsflug von Sabha nach Tripolis, änderte aber den Kurs und landete um etwa 11.30 Uhr auf dem Malta International Airport.

    Motive der Entführer noch unklar

    Zwei Entführer drohten Medienberichten zufolge mit einem Sprengsatz. Auch die unabhängige libysche Nachrichtenseite Alwasat berichtete von einer Drohung mit einem Sprengsatz. Darüber habe der Kapitän den Tower auf Malta informiert.

    Einer der Entführer habe angegeben, ein Unterstützer des ehemaligen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi zu sein, so die "Times of Malta". Er habe gesagt, er wolle alle Passagiere freilassen, wenn seine Forderungen erfüllt seien. Details zu den Forderungen gab es nicht.

    Das staatliche maltesische Fernsehen zeigte Bilder, auf denen vermutlich einer der Entführer zu sehen war. Nachdem alle Geiseln die Maschine verlassen hatten, trat er an die Tür und schwenkte die alte libysche Staatsflagge. Die Flagge war nach dem Sturz und Tod Gaddafis 2011 abgeschafft worden. Auch ein Angehöriger des libyschen Parlaments hatte sich an Bord befunden, meldete der Nachrichtensender Al-Arabija.

    Der anfangs völlig unterbrochene Flugverkehr wurde am Nachmittag teilweise wieder aufgenommen.