Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Papst spricht in Irland von "Versagen" der Kirche | BR24

Video nicht mehr verfügbar

Dieses Video konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

© BR

Papst Franziskus hält eine Rede in Dublin

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Papst spricht in Irland von "Versagen" der Kirche

Bei seinem Besuch in Irland findet Papst Franziskus deutliche Worte und spricht von einem "Versagen" der Kirche im Umgang mit den Missbrauchsskandalen. Das Fehlverhalten der Kirche sei "eine Quelle des Schmerzes und der Scham".

Per Mail sharen

Anlass des Besuches von Papst Franziskus in Irland ist eigentlich der Abschluss des neunten katholischen Weltfamilientreffens in Dublin. Doch der erste Besuch eines katholischen Kirchenoberhaupts in Irland seit fast 40 Jahren wird von einer neuen Debatte über sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche überschattet.

Papst findet deutliche Worte für Fehlverhalten der Kirche

In einer Rede im Schloss von Dublin vor Vertretern aus Politik und Gesellschaft fand Papst Franziskus deutliche Worte:

"Das Versagen der kirchlichen Behörden im Umgang mit diesen abscheulichen Verbrechen hat zu Recht für Empörung gesorgt." Papst Franziskus

Das Fehlverhalten der Kirche bleibe "eine Quelle des Schmerzes und der Scham für die katholische Gemeinschaft."

Irischer Premier bittet Papst um Unterstützung

Der irische Premierminister Leo Varadkar bat den Papst um persönliche Unterstützung bei dem Ziel, den Opfern der Kirche Gerechtigkeit widerfahren zu lassen:

"Die Wunden sind immer noch offen, und es bleibt noch viel zu tun, um Gerechtigkeit und Wahrheit und Heilung für die Opfer und Überlebenden zu erreichen." Leo Varadkar

Er fügte hinzu: "Heiliger Vater, ich bitte Sie, Ihr Amt und Ihren Einfluss zu nutzen, damit das hier in Irland und in der ganzen Welt geschehen kann."

Vertrauensverlust in katholische Kirche in Irland

Die zahlreichen Missbrauchsskandale haben der Kirche im einst erzkatholischen Irland einen dramatischen Vertrauensverlust beschert. Ende Mai sprach sich - was nur vor wenigen Jahren undenkbar schien - bei einem Volksentscheid eine deutliche Mehrheit für eine Lockerung des Abtreibungsverbots aus. Drei Jahre zuvor hatte eine ebenfalls deutliche Mehrheit für die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe gestimmt. Und im Juni 2017 hatte der in einer homosexuellen Partnerschaft lebende Varadkar das Amt des Premierministers angetreten.

Video nicht mehr verfügbar

Dieses Video konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

© BR

Reporterin Ellen Trapp

© dpa-Bildfunk/Matt Dunham

Papst in Dublin