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Papst spendet Segen "Urbi et Orbi" und gedenkt Sri Lanka | BR24

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Papst Franziskus hat mit zehntausenden Gläubigen die Ostermesse auf dem Petersplatz gefeiert. Bei seiner anschließenden Osterbotschaft beklagte er die "grausame Gewalt" in Sri Lanka.

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Papst spendet Segen "Urbi et Orbi" und gedenkt Sri Lanka

Papst Franziskus hat am Ostersonntag in Rom den traditionellen Segen "Urbi et Orbi" gespendet. Seine Osterbotschaft war auch in diesem Jahr eine Botschaft des Friedens. Bestürzt zeigte sich der Papst über die Anschlagsserie von Sri Lanka.

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Papst Franziskus sei der christlichen Gemeinschaft in Sri Lanka nah, die mitten im Gebet von grausamer Gewalt getroffen worden sei, betonte das Kirchenoberhaupt in Rom. Er bete für die auf so tragische Weise ums Leben gekommenen Gläubigen und alle Menschen, die von den Ereignissen betroffen seien. In seiner Osterbotschaft warnte der Papst davor, angesichts anhaltender bewaffneter Konflikte in Gleichgültigkeit zu verfallen. Franziskus rief dabei auch den immer noch andauernden Krieg in Syrien in Erinnerung.

"Dieser Konflikt läuft Gefahr, von uns immer mehr als selbstverständlich hingenommen zu werden und uns sogar gleichgültig zu machen. Es ist aber der Augenblick gekommen, den Einsatz für eine politische Lösung zu erneuern, die den richtigen Bestrebungen nach Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit entspricht." Papst Franziskus

Der Papst ging in seiner Botschaft aber auch auf andere Konfliktherde in der Welt ein, nannte unter anderem den Nahen Osten und den Südsudan. Für die Ukraine, in der heute gewählt wird, formulierte Franziskus den Wunsch nach einem humanitären und dauerhaften Frieden.

Papst erteilt "Urbi et Orbi"

Im Anschluss an die Osterbotschaft sprach Papst Franziskus den traditionellen Segen "Urbi et Orbi". Für alle Katholiken ist das Hören dieses Segens, nach der Lehre der Kirche, mit einem Ablass ihrer Sünden verbunden. Er wird nur zweimal im Jahr erteilt, zu Ostern und zu Weihnachten, außerdem direkt nach der Wahl eines neuen Papstes.

Verstärkte Kontrollen

Rund um den Petersplatz galten vor und während der Ostermesse erhöhte Sicherheitsmaßnahmen. An Sicherheitsschleusen wurden alle Pilger und Besucher genau kontrolliert. Die Atmosphäre auf dem Petersplatz selbst war dagegen feierlich. Der Vatikan hatte den Platz vor der Basilika mit rund 55.000 Blumen reich schmücken lassen, darunter gelbe Narzissen, hellgrüne Orchideen, weißen und roten Tulpen, orangefarbene Strelizien und strahlend blaue Rittersporne.

Papst: Hoffnung nie begraben

In der Osternacht hatte der Franziskus im Petersdom das Osterlicht entzündet und in seiner Ansprach betont, Ostern sei das Fest der Hoffnung. Die Geschichte der Auferstehung, so der Papst, sei für Christen Ermutigung, ihr Leben nicht von Problemen, Misstrauen und Angst bestimmen zu lassen. Ostern, so die Botschaft von Franziskus sei das Fest, das lehre, den Stein des Misstrauens wegzurollen, die Hoffnung nie zu begraben.

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Papst Franziskus hat den traditionellen Segen "Urbi et Orbi" gespendet. Vor Zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz äußerte er sich bestürzt über die Attentate in Sri Lanka.