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Papst Franziskus hat neue Anti-Korruptionsregeln für die Mitarbeiter im Vatikan aufgestellt.

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    Papst Franziskus verschärft Anti-Korruptionsregeln

    Papst Franziskus hat neue Anti-Korruptionsregeln für die Vatikan-Mitarbeiter aufgestellt. Sie müssen alle zwei Jahre eine Erklärung unterschreiben. Darin sollen sie versichern, dass sie nicht wegen Geldwäsche und Steuerhinterziehung verurteilt sind.

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    • BR24 Redaktion

    Mit der Verordnung will Papst Franziskus verstärkt Korruption in der katholischen Kirche bekämpfen. Die neue Regelung tritt sofort in Kraft und verpflichtet Führungskräfte und Verwaltungsangestellte im Dienst des Heiligen Stuhls und des Vatikanstaats, alle zwei Jahre eine Erklärung zu unterzeichnen. Darin müssen sie versichern, dass sie weder wegen Terrorismus, Geldwäsche oder Steuerhinterziehung verurteilt sind, noch Ermittlungen wegen entsprechender Vorwürfe gegen sie geführt werden.

    Auch ist es Führungskräften der Kurie künftig verboten, Geld in Steuerparadiesen anzulegen oder ethisch bedenkliche Investments zu tätigen. Auch dürfen sie keine Anteile an Unternehmen haben, die gegen die Soziallehre der Kirche arbeiten.

    Mitarbeiter dürfen nur Geschenke bis 40 Euro annehmen

    Allen Vatikanmitarbeitern ist es außerdem untersagt, Geschenke im Wert von mehr als 40 Euro anzunehmen. Die neue Anweisung ergänzt eine bestehende aus dem Jahr 2020, in der der Papst ein neues Regelwerk für die Vergabe öffentlicher Aufträge erlassen hatte. Der neue Erlass sei notwendig, so der Papst, weil Korruption "sich in verschiedenen Formen auch in anderen Sektoren als dem Beschaffungswesen manifestieren kann". Daher brauche es diese besonderen Transparenz-Verpflichtungen.

    Normen müssen von Einrichtungen angepasst werden

    Insgesamt will der Papst Interessenkonflikte, Klientelismus und Korruption verhindern und bekämpfen. Der Papst beauftragt das vatikanische Wirtschaftssekretariat, bei Verdachtsfällen den Wahrheitsgehalt der Erklärungen der Vatikanmitarbeiter zu überprüfen. Im Falle falscher Angaben kann der Betreffende entlassen und Schadensersatz von ihm gefordert werden.

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