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Ostern und Corona: Treffen wohl möglich, Urlaub eher nicht | BR24

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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Cecilia Fabiano

Italien verlängert Corona-Reisesperren im Land für mehrere Wochen

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Ostern und Corona: Treffen wohl möglich, Urlaub eher nicht

Obwohl Experten vor einer dritten Corona-Welle warnen, soll es Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen geben. Damit könnten zumindest kleinere Treffen zu Ostern möglich sein. Für Urlaubsreisen sieht es derzeit eher nicht gut aus.

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Von
  • Claudia Steiner

Nach monatelangem Lockdown hoffen viele Menschen auf Familienbesuche oder Urlaub zu Ostern - doch für Reisen stehen die Chancen eher schlecht. Besser sieht es für zumindest kleinere Osterfeiern mit Freunden oder Verwandten aus.

Der Corona-Gipfel der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs der Länder findet heute ab 14 Uhr statt. BR24 berichtet nach den Beratungen am Abend live: Wie locker wird der Lockdown?

Keine Perspektive für weitere Lockerung der Kontaktregeln

Nach dem neuen Entwurf für das Spitzengespräch sollen von kommender Woche an wieder Treffen des eigenen Haushalts mit einem weiteren Haushalt möglich sein - beschränkt auf fünf Teilnehmer, Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt. Derzeit sind private Zusammenkünfte nur im Kreis des eigenen Hausstands mit einer weiteren Person gestattet.

Eine Perspektive für eine weitere Lockerung der Kontaktregeln bei stabilen Inzidenzen ist in dem Entwurf dagegen nicht mehr enthalten, ebenso wenig wie eine pauschale zeitweise Lockerung der Kontaktregeln über Ostern. Noch vor kurzem war dies im Gespräch.

Noch keine Entscheidung zu Hotels

Ob Ferien und Urlaub in Deutschland zu Ostern möglich sind, ist noch unklar. Eine Entscheidung zu Hotels soll es bei dem Corona-Gipfel noch nicht geben. "Über weitere Öffnungsschritte und die Perspektive für die hier noch nicht benannten Bereiche aus den Branchen Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen, Reisen und Hotels wird im Lichte der Infektionslage unter Berücksichtigung der angelaufenen Teststrategie, des Impfens, der Verbreitung von Virusmutanten und anderer Einflussfaktoren auf der nächsten Sitzung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder beraten", heißt es.

Die nächste Ministerpräsidentenkonferenz soll am 22. März stattfinden. Aber Bund und Länder appellieren weiter eindringlich an die Bürger, auf nicht zwingend notwendige Reisen im Inland und auch ins Ausland zu verzichten.

Italien verlängert Reisesperren im Land

Auch Urlaub in Italien - zu Ostern ein beliebtes Ziel - wird vermutlich schwierig werden. Italien verlängerte laut Gesundheitsminister Roberto Speranza zentrale Beschränkungen wie die Reisesperren im Land um rund einen Monat. Örtlich gelten zudem nächtliche Ausgangssperren und Beschränkungen für Cafés und Restaurants.

Während die neue Anordnung generell bis 6. April und damit über das Osterfest gilt (der Ostersonntag ist in diesem Jahr am 4. April), wurden die regionalen Reisebeschränkungen nur bis 27. März verlängert. Bis dahin bleibt es in dem Mittelmeerland sogar verboten, die Grenzen zwischen den 20 italienischen Regionen zu überqueren. Ausnahmen gibt es für die Arbeit und in Notfällen.

Österreich plant Lockerungen für Tourismus im April

Unklar ist die Lage in Österreich. Kurz vor Ostern, ab dem 27. März, dürfen im Nachbarland etwa Gastgärten wieder aufsperren. Weitere Lockerungen für Kulturbetriebe, Gastronomie und den Tourismus soll es im April geben.

Die Regierung setzt nach eigenen Angaben auf eine regionale Strategie, bei der je nach Infektionsgeschehen unterschiedlich stark gelockert werden soll.

"Historischer Einbruch" für Reiseveranstalter

Für die Reisebranche scheint 2021 erneut ein verlorenes Jahr zu werden. Reiseveranstalter und Reisebüros schreiben nach dem historischen Einbruch im Corona-Krisenjahr 2020 auch das laufende Touristikjahr wirtschaftlich weitgehend ab. "Es wäre schon als Erfolg zu werten, wenn wir für den Markt der Reisebüros und Reiseveranstalter rund 50 Prozent des Umsatzvolumens von 2019 erreichen würden", sagte Norbert Fiebig, Präsident des Reiseverbandes DRV.

Nach dem Rekordjahr 2019 war der Umsatz mit organisierten Reisen in der Corona-Krise um 65 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro eingebrochen. "Damit fällt der Umsatz auf ein Niveau von vor über 30 Jahren zurück", sagte Fiebig.

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Der Lockdown wird wohl weitergehen, aber er wird wohl aufgeweicht - vor der Konferenz der Bundeskanlerin mit den Länderchefinnen und -chefs deutet sich ein Kurswechsel an.

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