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Ostern daheim? Ärger um Kretschmers Urlaubs-Absage | BR24

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Osterhasen beim Sonnenaufgang am Ostersonntag (Symbolbild)

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    Ostern daheim? Ärger um Kretschmers Urlaubs-Absage

    Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga kritisiert Warnungen von Sachsens Ministerpräsident Kretschmer, der Osterurlaub müsse wegen der Corona-Pandemie dieses Jahr ausfallen. Diese Aussagen seien "ein Schlag ins Gesicht" der Gastronomen.

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    • BR24 Redaktion

    Die Diskussion um Urlaubsreisen an Ostern in Deutschland verärgert Gastgewerbe und Tourismus. "Die pauschale Absage des Osterurlaubs ist völlig inakzeptabel und ein erneuter Schlag ins Gesicht der Branche", kritisierte Guido Zöllick, Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga am Montag.

    Vorstöße wie die des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer sorgten für massive Empörung. Der Deutsche Tourismusverband kritisierte: "Immer wieder neue Spekulationen über Öffnungstermine für den Tourismus an Ostern sind unverantwortlich."

    Kretschmer sieht keine Chance für Urlaubsreisen zu Ostern. "Ich bin dafür, Wahrheiten auszusprechen: Osterurlaub in Deutschland kann es dieses Jahr leider nicht geben", hatte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag" gesagt.

    Umfrage: 83,6 Prozent der Betriebe wollen Öffnung vor Ostern

    Der Hotel- und Gaststättenverband forderte konkrete Öffnungsperspektiven für die Branche. Spätestens bei der nächsten Bund-Länder-Runde zum weiteren Vorgehen in der Pandemie am 3. März, müsse es einen Fahrplan geben, wann, wie und unter welchen Voraussetzungen, die Betriebe wieder Gäste empfangen dürften, hieß es. Einer aktuellen Dehoga-Umfrage zufolge fordern 83,6 Prozent der Betriebe eine Öffnung vor Ostern.

    Auch Deutscher Tourismusverband fordert Perspektive

    Die Branche sei Ende Februar schon wieder vier Monate im Lockdown, sagte Zöllick. Die Verzweiflung und die existenziellen Sorgen "sind immens groß". Der Umfrage zufolge brach der Umsatz im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat um 78 Prozent ein. Bislang haben demnach 63,5 Prozent der Betriebe die kompletten Novemberhilfen erhalten.

    Bei den Dezemberhilfen seien es nur 23,3 Prozent. "Die Antragstellung und die schnelle Auszahlung der noch ausstehenden versprochenen Wirtschaftshilfen müssen jetzt absolute Priorität haben", forderte Zöllick.

    Auch der Deutsche Tourismusverband (DTV) forderte eine planbare Perspektive. "Die Betriebe bangen um ihre Existenz, weil sie im Unklaren gelassen werden, wie es weitergeht. Die Politik muss ein klares Konzept vorlegen, unter welchen Bedingungen Tourismus möglich ist", sagte DTV-Geschäftsführer Norbert Kunz.

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