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Auf einem iPhone sind Informationen zur Softwareaktualisierung für das Gerät auf die iOS-Version 9.3.5 zu sehen.

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    Opfer entdeckte die Spionagesoftware selbst

    Die israelische iPhone-Spionagesoftware Pegasus nutzt - mittlerweile gestopfte - Sicherheitslücken im iPhone. Entdeckt worden sind diese nach einem fehlgeschlagen Angriff auf einen arabischen Menschenrechtsanwalt. Von Achim Killer

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    Am 10. August bekam Ahmed Mansoor eine Nachricht auf sein iPhone. Hätte er auf den Link darin geklickt, dann hätten alle sensiblen Daten darin ausgelesen werden können: Mails, Photos, gespeicherte Dokumente, Ortsdaten.

    Gleich drei Zero-Day-Exploits

    Der vorsichtige Anwalt leitete die Nachricht jedoch an die IT-Sicherheitsforscher von Citizen Lab und Lookout weiter. Die entdeckten ein Angriffswerkzeug, das drei bis dato unbekannte Sicherheitslücken ausnutzt. Sie werden durch das aktuelle Update abgedichtet.

    Zwielichtige Hackerfirmen

    Die Angriffswaffe kann mit ziemlicher Sicherheit der israelischen NSO zugeschrieben werden. Eine Firma, die – wie die Münchner Gamma Group oder das italienische Hacking Team – Überwachungs-Software entwickelt.

    Stuxnet als Meisterstück

    NSO soll auch an der Entwicklung von Stuxnet beteiligt gewesen sein, dem Computerwurm, der 2010 die Urananreicherungsanlage im iranischen Natanz demoliert hat. NSO hat ihren Sitz im israelischen Herzliya und gehört dem US-Fond Francisco Partners.

    Nichtssagendes Statement

    NSO-Sprecher Zamir Dahbash erklärte zu dem Angriff auf Ahmed Mansoor: "Wir beliefern nur offizielle staatliche Stellen und halten uns strikt an die Export-Gesetze und andere Vorschriften."