Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Außenminister Maas nach Busunglück auf dem Weg nach Madeira | BR24

© dpa/ Rui Silva

Rettungskräfte nach dem schweren Busunglück auf Medeira in der Nähe des Busses.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Außenminister Maas nach Busunglück auf dem Weg nach Madeira

Mindestens 29 Menschen kamen auf Madeira ums Leben - die meisten sind wohl Deutsche. Die Bundesregierung bemüht sich nun um die Rückholung von Verletzten. Außenminister Maas reist noch heute auf die Ferieninsel.

Per Mail sharen

Nach dem schweren Busunglück auf Madeira bemüht sich die Bundesregierung um eine Rückholung der verletzten Deutschen. "In diesen Stunden" werde geklärt, ob es "sinnvoll und möglich ist", ein Lazarett-Flugzeug nach Madeira zu entsenden, sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) am Donnerstag in Berlin.

Vorbereitungen für Rückholungen getroffen

Derzeit würden alle Vorbereitungen für Rückholungen getroffen, "wir sind in intensiven Gesprächen" mit den portugiesischen Behörden darüber, dies zu ermöglichen, "wo es medizinisch vertretbar ist", sagte Braun weiter. Ein Medevac-Airbus der Luftwaffe sei bereits in Bereitschaft gestellt worden.

Bei dem Busunglück am Mittwochabend waren 29 Menschen ums Leben gekommen, darunter viele Deutsche, rund 20 weitere Insassen wurden verletzt.

Bisher unklar wie viele deutsche Opfer

Braun bat um Verständnis dafür, dass die genaue Zahl der deutschen Opfer noch nicht mitgeteilt werden könne. Diese werde "auch aus Respekt vor den Angehörigen" erst dann veröffentlicht, wenn alle Angehörigen informiert worden seien und Gewissheit über die Identität jedes Opfers bestehe.

Zur Identifizierung der Opfer war nach Angaben Brauns am Donnerstag auch ein deutscher Beamter vor Ort. Bereits eingetroffen sind zudem der deutsche Botschafter sowie Konsularbeamte, welche die Betroffenen betreuen.

Bundesaußenminister Heiko Maas reist ebenfalls an

Bundesaußenminister Heiko Maas wird sich noch am Donnerstag auf den Weg auf die Ferieninseln machen.

"Ich werde heute mit einem Team von Ärzten, Psychologen und Konsularbeamten des Auswärtigen Amts nach Madeira fliegen, um selbst mit den Betroffenen zu sprechen und den portugiesischen Freunden unseren Dank für ihre Hilfe auszusprechen", teilte der SPD-Politiker am Donnerstag mit.

Osterurlaub wurde zur "Tragödie"

"Es ist erschütternd, dass aus dem Osterurlaub für so viele Menschen eine Tragödie geworden ist", erklärte Maas. "Wir sind heute in Gedanken bei denen, die um ihre Familienangehörigen und Freunde trauern. Wir alle teilen ihren Schmerz. Den Verletzten wünsche ich rasche Genesung."

Deutsche aus verschiedenen Teilen der Bundesrepublik

Bei den Opfern der Reisebus-Tragödie auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira handelt es sich nach Angaben des Hotels, in dem die Touristen untergebracht waren, um Deutsche aus verschiedenen Teilen der Bundesrepublik.

Es habe sich nicht um eine gemeinsame Gruppe gehandelt, sondern um Reisende, die zu verschiedenen Zeitpunkten auf Madeira angekommen seien und über einen deutschen Reiseveranstalter und dessen portugiesischen Partner Ausflüge gebucht hätten, sagte eine Mitarbeiterin des Hotels "Quinta Splendida" in dem Ort Caniço am Donnerstag.

Einsatz beendet - Wrack des Busses abtransportiert

Die Rettungskräfte haben laut Medienberichten ihren Einsatz am Unfallort bereits beendet. Das Wrack des Reisebusses sei kurz nach 5.00 Uhr am Donnerstag vom Unglücksort geräumt worden, berichteten der Sender SIC Notícias und die Zeitung "Observador". Viele Verletzte sind weiterhin im Krankenhaus.

Der Reisebus war bei dem Unglück am Mittwochabend in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen. Er überschlug sich und stürzte eine Böschung hinunter auf ein Wohnhaus. Die Unglücksursache ist bislang noch unklar. Medien berichten, ein mechanisches Problem sei wahrscheinlich der Grund gewesen - entweder ein Bremsausfall oder ein eingeklemmtes Gaspedal.

© BR

Madeira: Der Unglücksbus war erst sechs Jahre alt

Merkel zeigt sich bestürzt über Busunglück

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich zum Busunglück auf Madeira: "Mit Trauer und Bestürzung denke ich an unsere Landsleute und alle anderen Menschen, die von dem fürchterlichen Busunglück auf Madeira betroffen sind." Regierungssprecher Steffen Seibert veröffentlichte den Text der Kanzlerin via Twitter.

© BR

Busunglück auf Madeira: Bilder von der Rettungsaktion.