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"Open Arms" lehnt Fahrt mit Flüchtlingen nach Spanien ab | BR24

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Die Hilfsorganisation "Open Arms" hat das Angebot des spanischen Ministerpräsidenten Sánchez, Spanien anlaufen zu dürfen, abgelehnt. Nach über zweieinhalb Wochen auf See sei die sechstägige Fahrt angesichts der Lage an Bord zu riskant.

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"Open Arms" lehnt Fahrt mit Flüchtlingen nach Spanien ab

Die Hilfsorganisation "Open Arms" hat das Angebot des spanischen Ministerpräsidenten Sánchez, Spanien anlaufen zu dürfen, abgelehnt. Nach über zweieinhalb Wochen auf See sei die sechstägige Fahrt angesichts der Lage an Bord zu riskant.

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Die Hilfsorganisation Open Arms lehnt das Angebot Spaniens zur Landung geretteter Migranten in Algeciras ab. Die Lage auf dem Rettungsschiff "Open Arms" vor der italienischen Insel Lampedusa sei "absolut unhaltbar", sagte Open-Arms-Sprecherin Laura Lanuza der Nachrichtenagentur AP. Auf dem Schiff mit 107 Migranten an Bord herrsche Angst, es gebe Gewaltausbrüche, die Lage sei nur noch schwer zu kontrollieren.

"Open Arms" lehnt Fahrt mit Migranten nach Spanien ab

Nachdem 27 unbegleitete Minderjährige am Samstag auf der italienischen Insel Lampedusa von Bord durften, harren noch 107 Migranten auf dem Schiff der spanischen NGO aus. Spanien bot an, die "Open Arms" könne den Hafen Algeciras im Süden des Landes anlaufen.

Doch Lanuza lehnte das ab. "Mit diesen Menschen an Bord zu einer sechstägigen Fahrt aufzubrechen, wäre verrückt", sagte sie. Die Migranten seien am Ende ihrer Möglichkeiten. "Wir können ihre Gesundheit und ihr Leben nicht riskieren", sagte Lanuza.

Migranten sprangen über Bord

Mindestens vier Migranten sprangen mit Rettungswesten über Bord, um Lampedusa schwimmend zu erreichen, wie auf einem von Open-Arms-Gründer Oscar Camps am Sonntag verbreiteten Video zu sehen war.

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte am Sonntag die spanische Hafenstadt Algeciras als sicheren Hafen angeboten und die italienische Regierung kritisiert: "Die unfassbare Reaktion der italienischen Behörden und insbesondere des Innenministers Matteo Salvini, alle Häfen zu schließen", habe Spanien zu diesem Schritt veranlasst, zitierte die Zeitung "El País" aus einer Mitteilung der Regierung.