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Olympischer Fackellauf keine Erfindung der Nationalsozialisten

Heute wurde das olympische Feuer entzündet. Die Flamme ist auf dem Weg von Griechenland nach Rio de Janeiro. Einen solchen Fackellauf gab es erstmals 1936, er war aber keine Idee der Nazis, erklärt Stephan Wassong von der Deutschen Sporthochschule.

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Ein Ritual an einem historischen Ort: Im griechischen Olympia wird mit Hilfe eines Hohlspiegels eine Flamme entzündet, dann machen sich Läufer mit einer Fackel auf den Weg in den Austragungsort der Olympischen Spiele, heuer nach Rio de Janeiro in Braslien. Erstmals gab es das in dieser Form vor den Wettkämpfen 1936, die damals in Berlin stattgefunden haben.

Fackellauf instrumentalisiert, aber nicht erfunden

"Sicherlich haben die Nationalsozialisten den Fackellauf und das Zeremoniell für ihre Zwecke instrumentalisiert", sagt Stephan Wassong im radioWelt-Interview auf Bayern 2. Er betont aber auch: "Man muss ganz klar sagen, das war keine Initiative der Nationalsozialisten."

Ein Feuer im Stadion - das war auch 1928 in Amsterdam und 1932 in Los Angeles zu finden, allerdings noch ohne Fackellauf vor den Spielen. Der deutsche Sportfunktionär Carl Diem habe diese Idee 1930, 1931 gehabt, die Idee wurde vom IOC, dem International Olympic Committee, dann 1934 angenommen - und Diem damit beauftragt, den Fackellauf zu organisieren, erklärt Wassong.