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Österreichisch für Bajuwaren - ein Glossar zur Wahl

Die Österreicher wählen heute Landeshauptmänner - nicht selten mit "Mascherl" ausstaffiert. Und wenn SPÖ-Spitzenmann Kern am Wahlabend das Feld räumen muss, sagt er zum Abschied "Baba". Ein nicht ganz ernstgemeintes Glossar zur Wahl in Österreich.

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Fürs Anbatzen (bayerisch: O'geh) ist der österreischische Wahlkampf landläufig bekannt. In diesem Jahr aber war von einer regelrechten Schmutzkübel-Kampagne die Rede, in der Eimer voll Gatsch (bayerisch: Batz) über den Gegenkandidaten ausgegossen wurden. Da hilft dann auch das abgebrochene Jus-Studium (dt.: Jura-Studium) des derzeitigen Außenministers Sebastian Kurz wenig.

Mit der Bim über die Hundstrümmerl zum Wahllokal

Wie hoch die Wahlbeteiligung an diesem Wahlsonntag sein wird, mag derzeit niemand zu beziffern. Fest steht: Eine nicht geringe Zahl der Wähler wird mit der Bim (bayerisch: Tram; dt.: Straßenbahn) ins Wahllokal fahren und auf dem Weg dorthin in hoffentlich nicht allzuviele Hündstrümmerl (dt.: Hundehaufen) treten. Denn sonst dürfte der Ausdruck "bist deppert" schon vor den ersten Hochrechnungen zu hören sein.

Mascherl zur Angelobung im Jänner?

Ob es deshalb heuer (bayerisch: heier), also in diesem Jahr, noch zur Angelobung (dt.: Vereidigung des Regierungschefs und seiner neuen Minister) kommt, ist fraglich. Vielleicht muss sich der österreichische Wähler noch bis Jänner (dt.: Januar) vertrösten. Wer in den Klub (dt.: die Fraktionen im Wiener Parlament) kommt steht aber schon vorher fest. Spezielle Kleidervorschriften sind von dort derzeit nicht überliefert. Allein der ehemalige konservative Bundeskanzler Wolfgang Schüssel war bekannt für seine Mascherl (dt.: Fliegen) als Alternative für die sonst üblichen Krawatten.

Ein weiblicher Landeshauptmann

Landeshauptmänner gibt es weiterhin. Im Kreis der neun mächtigen Ministerpräsidenten gab es zwischenzeitlich auch eine Frau. Waltraud Klasnic aus der Steiermark ließ sich als "Frau Landeshauptmann" ansprechen.