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Österreich will Einreisen aus Italien weitgehend stoppen | BR24

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Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus will Österreich die Einreise aus Italien weitgehend stoppen. Ausnahmen seien nur mit ärztlichem Attest möglich, kündigte Kanzler Sebastian Kurz an.

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Österreich will Einreisen aus Italien weitgehend stoppen

Im Kampf gegen das Coronavirus will Österreich die Einreise aus Italien weitgehend stoppen. Ausnahmen seien nur mit ärztlichem Attest möglich, kündigte Kanzler Kurz an. Die Durchreise für Touristen, etwa aus Deutschland, solle möglich bleiben.

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Ab sofort dürfen Menschen aus Italien wegen der Verbreitung des Corona-Virus nicht mehr nach Österreich einreisen. Zur Begründung sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz: "Oberstes Ziel ist, die Verhinderung des Austausches und damit das Einschleppen in unsere Gesellschaft." Eine Ausnahme gilt jedoch für Personen die ein ärztliches Attest vorweisen können.

Die Durchreise von Touristen, die zum Beispiel aus Deutschland stammen, soll aber vorerst möglich bleiben - sofern diese nicht anhalten. Dazu könne unter anderem vor der Einreise die Tankanzeige kontrolliert werden, hieß es.

Ärzte und Sanitäter messen Fieber

Bis die angekündigten Einreise-Begrenzungen an der Grenze zwischen Italien und Österreich greifen, kontrollieren Ärzte und Sanitäter weiterhin stichprobenartig Reisende an den Übergängen. Am Brenner geschieht dies nach Angaben der österreichischen Polizei auf dem Brennerpass an der A13, in Zügen und auf der Brenner Bundesstraße. Lastwagen und Pkw seien gleichermaßen betroffen.

Reisende werden angehalten und nach ihrem letzten Aufenthaltsort gefragt. Anschließend messen Ärzte und Sanitäter Fieber. Liegt die Temperatur über 37,5 Grad müssen die Personen zum Corona-Test vor Ort.

Österreicher sollen aus Italien zurückgeholt werden

Bei österreichischen Staatsbürgern, die sich in Italien aufhalten, wird laut Kanzler Kurz eine Rückholung in Zusammenarbeit mit dem Außenministerium organisiert. Nach der Ankunft zu Hause müssten aber alle für zwei Wochen in häusliche Isolation. Oberstes Ziel sei es, die Einschleppung der Erkrankung zu verhindern. Für einige Wochen sei es deshalb notwendig, das soziale Leben zu reduzieren.

Öffentliches Leben wird eingeschränkt

Zudem werden spätestens ab Montag Lehrveranstaltungen an Universitäten vorübergehend eingestellt. Auch alle Veranstaltungen in geschlossenen Gebäuden mit mehr als 100 Menschen werden bis Anfang April verboten. Veranstaltungen im Freien dürfen nicht stattfinden, wenn sich mehr als 500 Personen versammeln. In Österreich haben sich bisher 158 Menschen mit Corona infiziert.

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Seit heute Früh wird an der österreichisch-italienischen Grenze kontrolliert, nun kündigte Kanzler Kurz an, die Grenze komplett zu schließen.

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