BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© pa/dpa/Tobias C. Köhler
Bildrechte: pa/dpa/Tobias C. Köhler

Drei österreichische Polizisten kontrollieren den Einreiseverkehr an der Grenze zu Schärding auf der B512. (Bild vom 18. Dezember 2020)

46
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Österreich verschärft Grenzkontrollen

Österreich lockert den Lockdown. Gleichzeitig verschärft das Land aber die Grenzkontrollen nach Deutschland und den weiteren Nachbarländern. Das Ziel: Nicht notwendige Reisen in der Pandemie verhindern.

46
Per Mail sharen
Von
  • BR24 Redaktion

Nach sechs Wochen Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie öffnen in Österreich am Montag die Geschäfte wieder. Auch Kinder und Jugendliche dürfen - teilweise im Schichtbetrieb und mit Corona-Tests - wieder in die Schule gehen. Friseure können Kunden bedienen.

CSU-Generalsekretär Markus Blume kritisierte via Twitter diese Lockerungen. Man müsse sicherstellen, dass eine besonders gefährliche dritte Welle mit dem mutierten Virus nicht über die Grenze schwappe. Er sei dafür, die Grenzen abzuriegeln.

Innenminister Nehammer: Grenzkontrollen ein Wellenbrecher

Nun hat das österreichische Innenministerium verkündet, dass die Kontrollen zu Deutschland und den weiteren Nachbarländern massiv verschärft werden. So sollen alle nicht notwendigen Reisen in der Pandemie verhindert werden. "Die Grenzkontrollen dienen als Wellenbrecher für Infektionsketten, die gerade durch neue Virusmutationen immer gefährlicher werden", sagte Innenminister Karl Nehammer.

Zu dem Thema habe er auch ein positives Gespräch mit seinem deutschen Amtskollegen Horst Seehofer (CSU) geführt. Das Netz der Kontrollen an den Grenzen solle nun deutlich dichter werden.

Schon jetzt Corona-Test bei Grenzübertritt

Schon bisher hat Österreich die Grenzen zu Ungarn, Slowenien, Tschechien und der Slowakei kontrolliert. Die bisher stichprobenmäßig durchgeführten Kontrollen an den übrigen Grenzen sollen nun deutlich intensiviert werden.

Anfang der vergangenen Woche waren bereits striktere Regeln für Einreisende nach Österreich verkündet worden. Jeder Reisende muss künftig beim Grenzübertritt einen negativen Corona.-Test vorlegen. Ausnahmen gibt es nicht mehr. Auch sei eine zehntägige Quarantäne einzuhalten. Das Freitesten nach fünf Tagen wurde abgeschafft. Pendler müssen sich - wie andere Einreisende auch - nun online registrieren und einmal pro Woche einen negativen Corona-Test vorzeigen.

Innenminister: Reisebewegungen auf das Minimum reduzieren

Um mögliche Grenzübertritte von Touristen zu verhindern, kündigten die Behörden zudem verstärkte Kontrollen in Skigebieten an. "Es gilt in Zeiten der Pandemie, Reisebewegungen auf das absolute Minimum zu reduzieren", erklärte Nehammer.

© BR
Bildrechte: BR

Sorgen macht das österreichische Bundesland Tirol. Denn dort breiten sich Mutationen aus, die viel ansteckender sind. Wird Tirol abgeriegelt? Die Frage wird kontrovers diskutiert. Am Abend will die Regierung in Wien entscheiden.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!