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Österreich schließt sieben Moscheen und weist Imame aus | BR24

© picture alliance/chromorange

Moschee am Hubertusdamm in Wien-Floridsdorf

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    Österreich schließt sieben Moscheen und weist Imame aus

    Die Regierung in Österreich will sieben Moscheen schließen und bis zu 40 Imame des Landes verweisen. Zur Begründung sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz, das seien Maßnahmen gegen den "politischen Islam".

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    Das für Religionsfragen zuständige Kultusamt begründet die Schließung der Moscheen mit Verstößen gegen das Islamgesetz. Zudem könnten bis zu 40 Imame des Dachverbands der türkischen Moscheegemeinden in Österreich ihren Aufenthaltstitel verlieren.

    Konkret geht es zum Beispiel um verbotene Finanzierung aus dem Ausland und um umstrittene Aktionen in den Moscheen. Der Verein Türkisch-Islamische Union für kulturelle und soziale Zusammenarbeit in Österreich (Atib) steht in Wien wegen seiner nationalistischen Ausrichtung schon länger in der Kritik. Wie der Moscheeverband Ditib in Deutschland ist auch Atib ein Dachverband, der in Österreich über 60 Vereine vertritt. Er untersteht der türkischen Religionsbehörde Diyanet und damit der türkischen Regierung.

    Schlacht des ersten Weltkriegs in Moschee nachgestellt

    Im April wurde in einer Moschee mit Kindern in Tarnkleidung offenbar eine Schlacht des ersten Weltkriegs nachgestellt. Fotos zeigten marschierende und salutierende Jungen mit türkischen Flaggen. Auf anderen Bildern posierten Kinder als Leichen. Die Regierung hatte daraufhin eine Überprüfung der Moscheen angeordnet.