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Österreich lockert: Schulen und Handel sperren bald wieder auf | BR24

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Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz

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    Österreich lockert: Schulen und Handel sperren bald wieder auf

    Österreich lockert kommende Woche seine Corona-Maßnahmen. Ab dem 8. Februar dürfen der Handel, Schulen und Friseure wieder öffnen – unter strengen Auflagen. Das hat Bundeskanzler Sebastian Kurz bekannt gegeben.

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    • BR24 Redaktion

    In Österreich hat die Regierung eine teilweise Lockerung des harten Lockdowns ab dem 8. Februar beschlossen. Der Handel, Schulen, körpernahe Dienstleistungen wie Friseure sowie Museen, Galerien und Tiergärten dürfen unter strengen Auflagen wieder öffnen, sagte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP).

    Schärfere Einreisebestimmungen

    Verschärft würden hingegen die Einreisebestimmungen, um ein Einschleppen von weiteren Virus-Mutationen aus anderen Ländern zu verhindern. Varianten des Coronavirus, etwa aus Brasilien, sollen damit abgewendet werden, hieß es. "Bitte verstehen Sie diese punktuellen Lockerungen nicht als Entwarnung", sagte Kurz. Sollten die Infektionszahlen steigen, müsse sofort wieder nachgeschärft werden.

    Der Kanzler warnte angesichts der Virus-Mutationen vor einem exponentiellen Wachstum und rief die Bevölkerung einmal mehr auf, die sozialen Kontakte zu beschränken. "Die Mutationen breiten sich aus, vor allem die britische, aber auch die südafrikanische und fressen ein Stück weit den Erfolg unseres Lockdowns auf."

    Weitere Entscheidungen Mitte Februar

    Epidemiologisch sei das Problem klar, räumte der Kanzler ein: "Der sicherste Weg wäre es, im Lockdown zu verharren." Man sei sich aber auch im Klaren, dass Kinder ein Bedürfnis hätten, wieder in die Schule zu gehen. Zudem müsse alles getan werden, um die Arbeitslosigkeit so gering wie möglich zu halten.

    Wann mit Öffnungsschritten für die Gastronomie, Hotels sowie den Sport- und Kulturbereich gerechnet werden kann, soll am 15. Februar entschieden werden.

    Schul- und Friseurbesuche künftig nur mit Corona-Test

    Sowohl für die Schulen, als auch für die körpernahen Dienstleistungen gilt künftig eine Test-Plicht. Schüler müssen sich testen lassen, um am Unterricht teilnehmen zu können. Auch bei Friseurbesuchen muss ein negatives Testergebnis vorgelegt werden, das nicht älter als 48 Stunden sein darf. Für den Handel wurde das verpflichtende Tragen einer FFP2-Maske, wie sie bereits in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Supermarkt vorgeschrieben ist, beschlossen. Zudem müssen pro Kunde 20 Quadratmeter zur Verfügung stehen.

    Die derzeit rund um die Uhr geltenden Ausgangsbeschränkungen wurden auf die Zeit zwischen 20 Uhr und 6 Uhr eingegrenzt. Tagsüber dürfen sich zwei Haushalte treffen.

    Dritter harter Lockdown in Österreich

    Österreich ist nach kurzzeitigen Lockerungen vor Weihnachten seit dem 26. Dezember in seinem dritten harten Lockdown. Zuletzt wurden laut österreichischem Gesundheits- und Innenministeriums binnen Tagesfrist 1.124 Neuinfektionen gezählt. Die Zahl ist in den vergangenen Wochen trotz der Einschränkungen nur langsam gesunken und liegt weit über dem Ziel der Regierung, Anfang Februar auf rund 700 Neuinfektionen pro Tag zu kommen.

    In dem Land mit knapp neun Millionen Einwohnern sind bisher 7.778 Personen an oder mit einer Covid-19-Infektion gestorben.

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