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Österreich gilt seit heute wieder als Hochrisikogebiet. Ausgenommen von dieser Regelung sind nur vier Gemeinden in Tirol und Vorarlberg. Wer von Österreich nach Deutschland reist, muss jetzt einige Regeln beachten. Das betrifft viele Skifahrer.

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Österreich ab sofort Hochrisikogebiet: Das müssen Sie wissen

Deutschland stuft Österreich wegen stark steigender Corona-Zahlen wieder als Hochrisikogebiet ein. Ausgenommen davon sind nur einige Gemeinden. Stark betroffen von der Regel: Ungeimpfte und Familien mit nicht vollständig geimpften Kindern.

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BR24  RedaktionBR24 Redaktion
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Die erneute Einstufung Österreichs als Hochrisikogebiet erschwert die Reiseplanung deutscher Urlauber vor den Winterferien. Die Regelung gilt von Sonntag an - und hat konkrete Folgen: Wer aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

Familien mit ungeimpften Kindern besonders betroffen

Vor allem für Familien mit schulpflichtigen Kindern, die keinen vollständigen Impfschutz haben, dürfte die am Freitag verkündete Entscheidung eine Hürde darstellen. Sie laufen Gefahr, dass der Nachwuchs nach einem Schneevergnügen in den Alpen den Wiederbeginn des Unterrichts verpasst und stattdessen zu Hause in Quarantäne festsitzt. In manchen Bundesländern beginnen die Winterferien schon Ende Januar, in anderen erst Anfang oder Mitte Februar.

Durchreise ohne Stopp weiterhin problemlos möglich

Vor nicht notwendigen touristischen Reisen nach Österreich wird gewarnt - dies dürfte insbesondere den Wintertourismus hart treffen. Die Durchreise durch das Land ohne Zwischenstopp ist hingegen weiterhin ohne Einschränkungen möglich. Auch Serbien gilt laut RKI ab Sonntag als Hochrisikogebiet.

Jetzt alle Nachbarländer Deutschlands Corona-Hochrisikogebiete

Die Hochstufung aufgrund hoher Corona-Infektionszahlen betrifft fast ganz Österreich, wie das Robert Koch-Institut mitteilte. Ausgenommen davon sind die grenznahen Gemeinden Mittelberg und Jungholz sowie das Rißtal im Gemeindegebiet von Vomp und Eben am Achensee.

Damit stehen fortan alle neun Nachbarländer Deutschlands auf der Risikoliste. Dänemark, Polen, Tschechien, die Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande sind schon seit Längerem als Hochrisikogebiete ausgewiesen.

Mehr als 30 weitere Länder auf Risikoliste

Bereits im November hatte die Bundesregierung Österreich als Hochrisikogebiet eingestuft. Ende Dezember wurde das Land wieder von der Liste gestrichen.

Neben Österreich kommen ab Sonntag mehr als 30 andere Länder auf die Liste, viele davon in Afrika und in der Karibik. Insgesamt werden damit fast 140 der rund 200 Länder auf der Welt auf der Risikoliste stehen. Von der Liste gestrichen wurde diesmal kein Land.

Einstufung erleichtert kostenlose Stornierung

Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet verbunden ist neben strikten Quarantäne-Auflagen eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems und auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Österreichische Tourismusministerin kritisiert die Entscheidung

Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger befürchtet, dass die erneute Einstufung ihres Landes als Hochrisikogebiet der Tourismusbranche schadet. Sie kritisierte die deutsche Regelung, nach der auch ungeimpfte Kinder unter zwölf Jahren bei der Rückkehr aus Österreich künftig mindestens fünf Tage in Quarantäne bleiben müssen - wobei für Kinder unter sechs Jahren diese fünf Tage nach der Einreise automatisch endet; Köstinger wies aber auf eine recht einfache Lösung des Problems hin: Wer geimpft sei, könne jederzeit einen sicheren und erholsamen Urlaub in Österreich verbringen.

Maskenpflicht im Freien in Skiorten

Wegen hoher Inzidenzen ist in den beliebten Tiroler Skiorten Kitzbühel, Ischgl und St. Anton in Österreich eine verschärfte Maskenpflicht im Freien eingeführt worden. Im Zentrum von Kitzbühel müssen seit Freitag FFP2-Masken getragen werden. Die Regel gilt bis zum 23. Januar - dem letzten Tag der traditionellen Herren-Skirennen, die trotz hoher Corona-Zahlen vor 1.000 Zuschauern abgehalten werden sollen.

In Ischgl und St. Anton gilt eine ähnliche Regelung seit Donnerstag. Die beiden Orte liegen im Bezirk Landeck, wo die Inzidenz der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche zuletzt bei rund 2.900 stand. Im Bezirk Kitzbühel lag der Wert bei ungefähr 3.400. Damit liegen diese Regionen weit über dem österreichischen Gesamtwert, der wegen der sich stark ausbreitenden Omikron-Variante zuletzt auf die 1.000er-Marke zusteuerte.

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Mehr als 90.000 Corona-Fälle an einem Tag: Das gab es noch nie in Deutschland. Die Inzidenz liegt bei fast 471. Gesundheitsminister Lauterbach rechnet mit weiter steigenden Zahlen und will die Omikron-Welle verlangsamen.

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