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Symbolbild: Helfer schaufeln am Strand Ölklumpen aus dem Wasser.

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    Ölpest: Israel sperrt alle Mittelmeerstrände

    Wegen einer Ölpest hat Israel am Sonntag alle Strände entlang seiner Mittelmeerküste bis auf weiteres für Besucher geschlossen. Es handelt sich nach Angaben der zuständige Behörde um eine der schwersten Umweltkatastrophen des Landes.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    In den vergangenen Tagen waren an der Mittelmeerküste Israels Dutzende Tonnen Teermasse angespült worden. Die Ursache für die Ölpest war zunächst nicht bekannt. Die Umweltbehörde hat Ermittlungen aufgenommen.

    Die Verschmutzung des Meeres hat bereits verheerende Auswirkungen auf Fische, Schildkröten und andere Meeresbewohner. Die israelische Behörde für Natur und Parks sprach von einer der schwersten Umweltkatastrophen in der Geschichte des Landes.

    Nach einem Sturm tonnenweise Teerklumpen angespült

    Die schwarzen Teerklumpen wurden von einem Sturm an die Küste gespült. Ein junger Finnwal, der am Freitag tot an einem Strand im Süden des Landes angespült wurde, starb nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern des Landwirtschaftsministeriums an der Aufnahme der zähflüssigen schwarzen Masse, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunksender Kan berichtete. Schildkröten waren mit dem schwarzen, klebrigen Film bedeckt.

    Mehrere Helfer ins Krankenhaus eingeliefert

    Freiwillige beteiligten sich am Samstag an Stränden an Säuberungsaktionen. Mehrere von ihnen wurden nach dem Einatmen toxischer Dämpfe in Krankenhäuser gebracht.

    Ministerium warnt vor dem Betreten aller Stände

    Die Ministerien für Umweltschutz, Gesundheit und Inneres warnten die Bevölkerung am Sonntag gemeinsam vor dem Betreten des gesamten Küstenabschnitts, es bestehe eine Gesundheitsgefahr. Umweltministerin Gila Gamliel sagte israelischen Medien, ihr Ressort schätze die Kosten für die Reinigungsarbeiten auf umgerechnet mehrere Millionen Euro.

    Netanjahu ruft Ägypten zur Zusammenarbeit auf

    Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu besuchte am Sonntag den Strand nahe der Hafenstadt Aschdod. Er sagte, das Umweltministerium werde einen Plan zur Säuberung der Strände ausarbeiten. Man habe in Gesprächen mit dem südlichen Nachbarland Ägypten vorgeschlagen, dass Schiffe im Mittelmeer künftig mit umweltfreundlichem Treibstoff ausgestattet werden. "Wenn mehrere Länder zusammenarbeiten, können wir binnen weniger Jahre eine große Veränderung bewirken, so dass das Meer, das Land und die Strände sauber bleiben."

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