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Öl-Desaster vor Mauritius: Riss in Frachter wird größer | BR24

© picture alliance/Xinhua

Öl-Desaster vor Mauritius: Riss in Frachter wird wächst

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    Öl-Desaster vor Mauritius: Riss in Frachter wird größer

    Bei der Öl-Katastrophe vor Mauritius verschärft sich die Lage auf dem havarierten Frachter. Mit Hochdruck wird versucht, den restlichen Treibstoff abzupumpen. Japan sagt dem Urlaubsparadies Hilfe zu.

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    Der vor Mauritius havarierte Öl-Frachter droht in zwei Teile zu zerbrechen. Der Riss im Rumpf des auf einem Korallenriff auf Grund gelaufenen Frachters "Wakashio" habe sich ausgeweitet, teilte der japanische Betreiberkonzern Mitsui OSK Lines mit. Da das Schiff nicht mehr alleine fahren könne, sei es an einem Schlepper festgemacht, um nicht abzutreiben.

    Ölpest vor Mauritius: Bisher 1180 Tonnen Öl ausgelaufen

    Von den bereits ausgesickerten 1.180 Tonnen Treibstoff seien rund 460 Tonnen aus dem Meer und am Strand eingesammelt worden. Bis zum frühen Dienstag (Ortszeit) seien zudem rund 1.020 Tonnen aus dem Frachter abgepumpt worden. Das Schiff hatte rund 4.000 Tonnen Treibstoff an Bord. Es liegt etwa zwei Kilometer vom Festland entfernt in einer Lagune nahe mehrerer Naturschutzgebiete.

    Mauritius ruft Umwelt-Notstand aus

    Am vergangenen Donnerstag war es zu einem Riss in einem der Tanks des Schiffes gekommen, woraufhin Öl austrat. Der Inselstaat im Indischen Ozean rief daraufhin einen Umwelt-Notstand aus. Um ein weiteres Aussickern zu verhindern, seien die Behörden und ein Einsatzteam dabei, die verbliebenen rund 1800 Tonnen aus dem Schiff zu pumpen, teilte das japanische Unternehmen mit.

    Kritische Nachfragen wegen verspätetem Abpumpen des Öls

    Auf die Frage, warum das Öl nicht schon vor dem Auftreten des Risses abgepumpt worden war, erklärte Konzernsprecher Atsushi Hara, es sei zunächst höchste Priorität gewesen, das auf Grund gelaufene Schiff wieder flott zu kriegen. Dies sei jedoch wegen widrigen Wetters nicht möglich gewesen, so der Eigner, Nagashiki Shipping.

    Umweltschützer befürchten verheerende Auswirkungen

    Durch das Öl sei bereits enormer Schaden entstanden, hatte der Berater der Regierung von Mauritius, Ken Arian, am Montag gesagt. "Dies ist das schlimmste ökologische Desaster, das Mauritius je gesehen hat." Umweltschützer befürchten, dass die Ölkatastrophe verheerende Auswirkungen auf die Meeresökologie haben kann.

    Tourismussektor auf Mauritius leidet unter Corona-Krise

    Das Unglück sei eine "riesengroße Katastrophe für die Ökologie", sagte Arian. "Ich weiß nicht, wie viele Jahre es dauern wird, bis (...) sich diese Region erholt." Mauritius mit seinen rund 1,3 Millionen Einwohnern zieht jährlich Hunderttausende Touristen an, was ein wichtiger Wirtschaftszweig für den Inselstaat ist. Der Tourismussektor leidet ohnehin wegen der Corona-Krise enorm.

    Nach Havarie: Japan sagt Mauritius Hilfe zu

    Japan sagte dem Urlaubsparadies volle Unterstützung zu. Der Frachter verursache große "Sorgen und Ärger", sagte Japans Transportminister Kazuyoshi Akaba. Am Vortag hatte Japan ein sechsköpfiges Team aus Experten zu dem Inselstaat entsandt.

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