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Obama greift Kohle-Lobby an | BR24

© picture alliance / dpa

Barack Obama bei seiner Rede in Las Vegas

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    Obama greift Kohle-Lobby an

    Aufgrund des Widerstands der Kohle-Lobby gegen Klimaschutzauflagen für Kraftwerke hat US-Präsident Barack Obama ein Plädoyer für erneuerbare Energien gehalten. Die Eindämmung des Klimawandels sei "eines der wichtigsten Themen aller Zeiten".

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    Bei einer Konferenz zu erneuerbaren Energien in Las Vegas erklärte Obama: "Wir wissen, dass wir die Macht, die Dynamik und die Kreativität haben, um ein schwieriges Problem zu lösen und zugleich sicherzustellen, dass die Motoren der Wirtschaft funktionieren." 

    "Nervöse" Kohlebranche

    "Jahrzehntelang hat man uns gesagt, dass ein Umsteuern zu erneuerbaren Energien wirtschaftlich nicht tragfähig ist. Das ist heute nicht mehr wahr", sagte der US-Präsident. Die Solarbranche in den USA beschäftige mittlerweile doppelt so viele Menschen wie Kohlebergwerke. Außerdem seien die USA bei der Erzeugung von Windenergie weltweit die Nummer eins. Die Kohleindustrie mache das Umsteuern in der Energiepolitik aber "ziemlich nervös", daher versuche sie, "erneuerbare Energie zu bekämpfen".

    "Clean Power Plan"

    Obama hatte Anfang des Monats einen Plan vorgelegt, mit dem die klimaschädlichen CO2-Emissionen in den USA bis 2030 um 32 Prozent im Vergleich zum Jahr 2005 verringert werden sollen. Kernstück des "Clean Power Plan" sind landesweit verbindliche Emissionsziele für Kohlekraftwerke, die Obama unter Umgehung des US-Kongresses per Exekutivvollmacht umsetzen will. 

    Die Republikaner warnen vor schwerwiegenden Folgen des Klimaschutzplans für die Wirtschaft. 15 konservativ regierte US-Bundesstaaten beantragten beim Bundesgericht in Washington, den Zeitplan für die Emissionsvorgaben auf Eis zu legen.